Reise blog von Travellerspoint

D8 Kambodscha - Fahrt mit dem Bambootrain von Battambang

Kochkurs
Die erste Tageshaelfte verbrachten wir in einem Kochkurs, was doch ein spannendes Erlebnis war.
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Kochkurs

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Als erstes ging's ab auf den Markt.

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Hier werden gerade unsere Fische enthauptet.

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Traurig, was hier alles verkauft wird und offenbar auch seine Abnehmer findet.

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Fratello ueberlegt sich fortan einem vegetarischeren Lebensstil zu folgen und...

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... wird sich der Sache immer sicherer.

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Die Fruechte unserer Kochstunde waren dann doch sehr lecker.
Spannend fand ich die Benamslung des Menus: Amok.

Ausflug zu den Killing-Caves
Am Nachmittag schnappten wir uns zwei Toefflijungs und kaempften uns ...

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...ueber die glitschige und mit Schlagloechern versehene Strasse durch Nieselregenwetter zu den Killing-Caves. Hier hat Pol Pot mit seiner Khmer Rouge bis an die 5000 Menschen runtergestossen, zerstuemmelt und umgebracht. Ein Horrorszenario wie man’s eigentlich nur aus Filmen kennt. Als wir die vielen Knochen und Schaedel betrachteten und den Geschichten unseres Motofahrers horchten, stellten sich uns sprichwoertlich die Haare zu Berge.

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Killing Caves

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Killing Caves

Bamboo-Train
Aber das Highlight des Tages war ganz klar der Bamboo-Train. Als die Schienennetze alle von der Khmer Rouge zerstoert waren, wurden diese nachtraeglich nur spartanisch zusammengezimmert. So koennt ihr euch vielleicht vorstellen in welch schlechtem Zustand diese sich befinden. Trotz alle dem wussten die Menschen diese Strecke zu nutzen und bauten sich ihre eigenen kleinen Zuege. Diese bestehen nur aus zwei Zugachsen und einem portablen Motor. Auf einem Bambusgeflecht setzt man sich hin und geniesst die wirklich spassige Fahrt.

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Bamboo Train

In Youtube fand ich passend ein kurzes Filmchen für euch.
http://de.youtube.com/watch?v=1qq5CtLshJM

Ein paar Schnappschuesse:

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angeblich immer noch im Einsatz

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Eislieferung.jpg
Eislieferung

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Kokosnussmilch - leckeres Diebesgut

Eingestellt von sorella 11:49 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Ueber das Leben sinnierend

-17 °C

Eine liebe Reisebegleiterin erzaehlte mir, wie sich ihr Leben voellig abrupt auf den Kopf stellte, als ihre Halswirbel in einer Affekthandlung durch ihren Mann verletzt wurden. Infolge dessen sei sie noch zu 40% arbeitsfaehig. Schlimmer noch: im Röntgenbild wurde eine unheilbare Krankheit entdeckt. Für die arme Dame bedeutet dies, dass sie innerhalb von 1 1/2 Wochen ihre Gesundheit, ihren Mann und ihre Karriere verlor... und dies im Alter von 37 Jahren!
Die Quintesenz ihre Baisse beeindruckten mich sehr:

"I've diecided to do only things that r e a l l y matter.
I've not even realised how unhappy I used to be; now, I feel much happier."

Eine weitere Szene unter myanmarischer Militärdiktatur
Zwei andere Reisekumpanen erzaehlten mir von ihrem Ridschka-Fahrer, der seit zwei Jahren für seinen Traum spare: Dem Besitzer die Ridschka (Fahrradtaxi) für US$ 50 abzukaufen, damit deren Mietkosten wegfallen würden. Er wäre zuversichtlich, sein Ziel zu erreichen. Unterdessen habe er bereits US$ 25 gespart...

Und gestern traf mich sprichwörtlich der Schlag, als ich erfahren musste, dass ein lieber Mitmensch völlig unerwartet, kurz vor der Pension verstarb.

Warum?
Was zählt im Leben (wirklich)?

Fragen über Fagen beschäftigen einem in solchen Momenten. Vielleicht gibt es darauf keine Antworten.?

Doch wenn es eine Sache gibt, von der ich zu 100% überzeugt bin, dann ist es die folgende:
ICH BIN EIN ABSOLUTER GLÜCKSPILZ.
Durfte ich doch in einem tollen Land (Sicherheit, Lebensstandart... bitte selbständig ergänzen), in einer sensationellen Familie aufwachsen, kann einen anspurchsvollen und gleichzeitig erfüllenden Job ausführen, in welchem man was bewirken kann, bin neben ein paar Magenverstimmungen meist dünner Natur kerngesund ;-) und darf mir hier in Südostasien einen Lebenstraum erfüllen.

Nachtrag vom 24.11.2008
Gestern traf uns ein weiterer Schicksalsschlag: ein guter Freund fratellos läge im Koma infolge Herzproblemen...

Eingestellt von sorella 03:16 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D7 Kambodscha - Siem Reap - Silk Farm

Tempeleingang.jpg
Genug des "Tempelhuepfens" machten wir uns per Mietradel auf die Socken zum naechsten Erlebnis, zu einer "Silkfarm", wo der ganze Vorgang der Seidenherstellung beobachtet werden kann. Das Zentrum ist zugleich eine Ausbildungsstaette fuer mehrheitlich junge Frauen... gemaess Angaben unseres Fuehrers besaesse einzig dieses Gendre ausreichend Geduld, um sich in diesem Handwerk zurecht zu finden?! mmh?

Und so funktioniert's:

Schmetterlingseier.jpg
1. Schmetterlinge legen Eier...

Raupen.jpg
2. ... woraus Raupen schluepfen, die sich an Maulbeerbaeumen vollfressen.

Kokon.jpg
3. Kokonbildung
Nun verpuppt sich die Raupe zu einem Kokon (gelb abgebildet), indem sie einen um die 200m langen (Seiden)Faden (aus ihrem Mund stammend) sanft um sich wickelt.

Kochtopf.jpg
4. In solchen 80-Grad-warmen Toepfen finden die Raupen ein brutales Ende.
Von Hand wird der Seidenfaden abgewickelt,...

Spule.jpg
5. ... und neu aufgespult.

Seidenspule.jpg
6. Schon gewusst? Natuerliche Seide glimmert im warmen Goldgelb.

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7. Auch heute noch wird teilweise auf natuerliche Weise gefaerbt.

Webstuehle.jpg
9. Grosse Halle mit Webstuehlen. Weberinnen befinden sich gerade in der Mittagspause.

Zum Abschluss noch ein paar Schnappschuesse:

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mmh?

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Fastfood a la Khmer
In diesen Bambusrohren befindet sich Klebereis mit Soyabohnen, ideal fuer unterwegs... mmh

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Leckerer Snack?
Solche Eierstaende finden sich beinahe an jeder Ecke. Neben dem gewoehnlichen Eiinhalt enthaelt das Ei haeufig Fischpaste, oft auch das Embryo,...
... welches genuesslich hinuntergeschluerft wird... Guten Appetit!

Teppichhaendler.jpg
Teppichhaendler unterwegs?

Wassergraben.jpg
Termitengraben
Solche Wassergraeben an Hauseingaengen seien eine wirkungsvolle Barriere gegen Termiteneindringlinge.

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Kannst du das Mopet ausmachen?

Eingestellt von sorella 01:13 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D6 Kambodscha - Phnom Penh

In der kambodschanischen Hauptstadt angekommen...

Trotz der unruhigen Vergangenheit, die oft von Gewalt geprägt war, vermochte die Hauptstadt ihren unbestreitbaren Charme bewahren. Die verwitterte Kolonialarchitektur bildet einen angenehmen Kontrast zu den belebten Strassencafés und den neuerschlossenen Flussufern - besonders an Wochenenden. Zu den beeindruckenden Wats (Tempelanlagen und Klöster) gehören Wat Ounalom (Sitz des Patricharchen), Wat Phnom (welcher der Stadt den Namen gab) und der frisch gestrichene Wat Lang Ka. Eine andere herausragende Sehenswürdigkeit ist die spektakuläre Silberpagode, die zu den wenigen Anlagen Kambodschas zählt, in denen Kunstwerke die Brillanz und Vielfalt der Khmerkultur noch eindringlich veranschaulichen. Kunstwerke der Khmer sind auch im Nationalmuseum und im Königspalast, der offiziellen Residenz des Königs ausgestellt.

Die Killing Fields in Choeung Ek, 15 km südwestlich des Stadtzentrums, sind ein schauriges Zeugnis der Gräueltaten der Roten Khmer. Über 22 000 Menschen wurden dort auf grausamste Art und Weise gefoltert und schliesslich ermordet. Hinter den Glasscheiben eines 1988 erbauten Gedächtnisturms sind - nach Geschlecht und Alter getrennt - über 8000 Schädel aufgeschichtet.

Karte_Kambodscha.jpg
Karte Kambodscha

Hektisches_Stadtleben.jpg
Es braucht Zeit bis man sich wieder ans Stadtleben gewöhnt hat.

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genug der Hektik...

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... schnarch schnarch

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Wat Ounalom - wichtigstes Wat in Phnom Penh
Sitz des Patricharchen

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Cyclos, Phnom Penh

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Royal Palace
Leider nur für wichtige Erdenbüger zugänglich.

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Silverpagode
Die Böden ist durch 5000 silberne Platten bedeckt (jede einzelne wiegt 1kg). Der Innenraum guckt mit seinen zahlreichen Buddhas wunderpraechtig aus; manche sind mit Diamanten in 4-stelliger Zahl geschmueckt.

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Mönche

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Wat Phnom
"Wasali was" könnte man wohl auf dem einzigen Hügel der Stadt errichten?
Bingo: ein Wat
Gemäss der Legende schwemmten die Gewässer des Mekongs 1373 vier Buddhastatuen an, welche durch eine alte Frau namens "Penh" entdeckt und auf diesem Huegel gehuetet worden sein sollen. Immer mehr Menschen siedelten sich um den Huegel bis sich daraus eine Stadt namens Phnom Penh (Penh's Huegel) bildete.

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steinernes Relief, Wat Phnom

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auf Palmblaetter geschriebene buddhistische Texte

Independence Monument/Siegesdenkmal
Dieses inmitten eines Kreisels stehende Gebilde erinnert an die Abloesung Frankreichs (Kolonie) und dient zugleich als Ehrenmal der zahlreichen Kriegsgefangen.

schwer_bel..oblauch.jpg
schwer beladen mit Knoblauch

heiss_geli..pinnnen.jpg
Was dies wohl ist?
heiss geliebter Snack: frische Spinnnen

Froesche.jpg
gehaeutete Froesche, teilweise noch lebend

Frisoer_am..ersteig.jpg
praktizierender Frisoer auf dem Buergersteig

Ob_dieses_..tig_ist.jpg
Ob dieses Zweirad noch fahrtuechtig ist?

Benzin_gefaellig.jpg
Benzin gefaellig?

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Waterfront Haus in Phnom Penh.

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Mancherorts werden diese niedlichen Voegel an Touristen verkauft, welche diesen Tiere die Freiheit schenken wollen. Doch dass die Tiere dressiert seien und ihren Weg selbstaendig zu den Besitzern zurueckfaenden, wird natuerlich nicht kommuniziert. Dies klingt arg nach Touristenfalle und bestimmt erfreuen sich WWF-Anhaenger ueber deren Haltung wenig... doch dies ist Ausdruck purer Hilflosigkeit sowie Armut der hiessigen Bevoelkerung.

Zuguterletzt noch ein Stück schaurige Geschichte:

Tuol_Sleng_S21.jpgSicherheit..om_Penh.jpg
Rote Khmer: Zwischen 1975 und 1978 wurden 22´000 Frauen, Männer und Kinder im "Sicherheitsgefängnis" S-21 inhaftiert und gefoltert...

Massengraeber.jpg
... und fanden ihre letzte Bleibe in diesen Massengräbern ("Killing Fields").
43 der 129 Massengräber wurden nicht geöffnet.

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eines der Massengraeber

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Kinder wurden im Beisein ihrer Eltern solange gegen diesen Baum geschlagen, bis man sie fuer tot hielt. Anschliessend warf man sie ins nahegelegene Massengrab.

Insassen.jpg
Das Tuol-Sleng-Museum oder „Museum des Völkermords“ dient der Erinnerung an die Verbrechen der Roten Khmer.

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Hinter den Glasscheiben eines 1988 erbauten Gedächtnisturms sind - nach Geschlecht und Alter getrennt - über 8000 Schädel aufgeschichtet.

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Nahansicht des Gedaechtnisturms

Transport.jpg
Transport

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„Landkarte“ Kambodschas im Tuol-Sleng-Museum, zusammengesetzt aus Schädeln und Knochen dort Ermordeter (aufgenommen 1997; mittlerweile wieder entfernt).

Eingestellt von sorella 14:25 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D5 Kambodscha - Angkor

Die besten News vorab:

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Seit knapp einer Woche sind "fratello" (mein Freund) und ich zu zweit unterwegs.
Die Vorfreude beiderseits war natürlich riesig(!!!) und heiter entdecken wir Tag für Tag Neues.

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Indes liessen wir unsere Rücken gleich zweimal von Blinden durchkneten - einmal während 40 min für US$ 4.5 und ein weiters mal während 30 min für rekordverdächtige US$ 2.5.
Resultat: keine Beschwerden.

Ueberschwemmung.jpg
Ueberrascht wurde unser Schlummerschlaf durch einen ploetzlichen Rohrbruch, der unser Zimmer unter Wasser setzte.

DIE TEMPEL VON ANGKOR

Momentan befinden wir uns in Siem Reap, ein Ort, welcher jährlich dank seinen berühmten/spektakulaeren Tempelanlagen um die 2 Mio Besucher anzieht und 1992 (nicht zu unrecht) in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.
Hier die Bilder...

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Eingangstor zum Ta Prohm
Koenig Jayavarman VII liess diesen Tempel zu ehren seiner Mutter "Herrin der Perfektion des Wissens" erbauen. Spaeter ueberliess man den Bau dem Dschungel...

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... was heute so ausguckt...

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... oder so
Tomb Raider - dank Angelina Jolie die wohl beruehmteste Wurzel der Welt.

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Ta Prohm

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Blick auf den heiligen See, wo einst Koenige badeten.

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Apsara - eine der koeniglichen Taenzerinnen
Noch heute kann man solche Vorfuehrungen betrachten.

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In alle vier Himmelsrichtungen thronen die maechtig anmutenden Buddhas mit weisem Blick in den Dschungel.

Dammweg_zu..kor_Wat.jpg
Dammweg zum Angkor Wat

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Moenche auf dem Weg zum Angkor Wat

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Angkor Wat - das groesste, sakrale Bauwerk ueberhaupt... Mutter aller Tempel - kann es locker mit dem Taj Mahal oder den Viktoria Faellen aufnehmen.
Es gibt nichts, das den Besucher auf diese majestaetische Erhabenheit vorbereiten koennte. Die fuenf grandiosen, maiskolbenfoermigen Tuerme halten den Blick gefangen, waehrend man sich in Gedanken vor der Vorstellungskraft der Baumeister verneigt, die dieses Meisterwerk der Khmer-Architektur schufen, das um 1150 dem Hindugott Vishnu geweiht wurde.

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maerchenhaftes Spiegelbild im See

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Jede einzelne der 3000 Apsaras des Angkor Wats guckt anders aus.

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Blick in den Innenhof des Angkor Wats

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spontane Begegnung mit Sen im Angkor Wat

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Aufstieg zum...

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... Sonnenuntergang (Phon Bakheng)

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sinnierende Moenche

Hintergundinfos ueber die Tempel von Angkor Wat
Die wohl über hundert Bauwerke sind die Überreste eines einst wesentlich grösseren politischen und religiösen Zentrums, welches sich über weite Teile Kambodschas, Vietnam, Laos, Myanmar und Thailand erstreckte. Die Tempel wurden zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert zur Verherrlichung der Khmer-Könige errichtet. Nachdem Angkor im 15. Jahrhundert grösstenteils aufgegeben wurde, überwuchterte dichter Urwald die Tempelgebäude. Erst im späten 19. Jahrhundert, nachdem der französische Naturforscher Henri Mouhot sein Werk 'Voyage à Siam et dans le Cambodge' veröffentlicht hatte, wurde die Stätte zum Gegenstand wissenschaftlichen Interessens. Mit grossem Aufwand wurde die Dschungelvegetation, welche die Monumente endgültig zu vernichten drohte, gerodet und zurückgedrängt. Die Restaurationsarbeiten dauern noch heute an.


Sehr geärgert habe ich mich über die Eintrittspreise zu den Tempelanlagen:

US$ 20 für das Eintrittsticket (pro Person und Tag),
US$ 25 für den Guide und
US$ 15 für das Tuk Tuk (Fahrzeug).
Für einen Westler bestimmt ein bezahlbarer Betrag, adaptiert hingegen auf den hiessigen Lebensstil eine Frechheit sondergleichen, bedenkt man, dass unser gestriges Abendbrot (Fried Rice with beef/vegetable) US$ 1.5 kostete und zwar inkl. Getraenk!
Und leider ist zu vermuten, dass das Geld am falschen Ort landet!

Strassenmusikanten - Armut ist leider ein weit verbreitetes Bild oft auch direkt vor den Tempeleingaengen:
Strassenmu..es_Bild.jpg
Strassenmu..s_Bild2.jpg

kulinarische Kuriositaeten

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nicht gekostet durch uns

Gestern dinierten wir in einem einfachen Restaurant. Auf der Speisekarte war von Ameiseneiern, gebratenen oder gesottenen Froeschen, frischen Aalen, Rindsinnereien und dergleichen die Rede. Auf Strassenmaerkten entdeckten wir ebenfalls unzaehlige Staende mit Huehnereiern mit Embryo... Seither erstaunt uns nichts mehr!
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Eingestellt von sorella 14:23 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D4 Kambodscha - Sen Monorom

wild wild east

Fuer vier Tage verschlug es mich in den "wilden Osten" des Landes, welcher beruehmt ist fuer die atemberaubende Schoenheit, Minority-villages und Wasserfaelle. Die Provinz sei einzig per Pick-up oder widerstandfaehigem Motrrad erreichbar, was keinen bei den hiessigen "Strassen" erstaunt. Insgesamt blieben wir 4x tiefst im Schlamm stecken und 2x mussten die Reifen geflickt werden. (Hier scheint jedes Gefaehrt reparierbar zu sein...)

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unser erster Pick-up

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Unser Pick/-up -> Ueberladen?
(Stell dir diese Gepaeckladeflaeche zusaetzlich mit 4 Touris und einem Jungen vor.)

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definitiv ueberladen:
2 Muetter mit deren 2 Kinder sassen auf dem Beifahrersessel und selbst der Fahrersessel wurde durch 2 Erwachsene benutzt! Auf den beiden hinteren Sessel sassen ein Grossi sowie ein junger Herr, 2 Kinder und irgendwo dazwischen noch ich. Das mag sich ganz unangenehm anhoeren... entpuppte sich mit dem abgespielten Karaokevideo als ziemlich witzig...

Und so versuchten wir uns ueber die hiessigen Strassen:
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Ein Versuch Tropenholz zu schmuggeln.

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Pobieren wirs doch mal mit einem Abschleppseil... doch der Strick sollte reissen.

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Vorsorgliches Kuehlen des Motors!!

... DOCH natuerlich haben sich all die Strapazen gelohnt!!

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Aussicht vom Esstisch auf den Garten

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Bou Sraa - Ausflug zum landesweit bekannten Wasserfall

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... auf dessen Rueckreise es einen Platten gab...

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... und abgerundet wurde das ganze durch eine Fahrt durch den Monsunregen!

Unternommen habe ich auch ein Trek durch den Dschungel vorbei an Blutegeln, durch Monsunregen...

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...traditionelle Doerfer...

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... und Elefanten.

Schnappschuesse:

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Markt: Wer um Himmels Willen kauft einen Schweinekopf?!

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Zwischen den Marktstaenden gibt's ein Schule...

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... und einen Zahnarzt...

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... mit Zahnarztpraxis.

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ein Fahrer, ein Cityflitzer und vier (noch) lebende Schweine

Eingestellt von sorella 20:54 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D3 Kambodscha -Kratie

... auf der Spur nach dem Irrawaddy Delfin.

Heute zog es mich zum naechsten Oertchen, wo die letzten 35 Irrawady-Delfine Kambodschas beiheimatet sind.

5Mekong.jpg
Mekong von der Riverfront in Kratie... doch wo sind die Delfine?

Leider waren die drei gesichteten Saeugetiere "flitziger" unterwegs als ich mit meiner Kamera nachzukommen vermag und daher stammt das folgende Bild aus dem www:

Irrawaddy_Delfin2.jpg

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Sorella inmitten unzaehliger Braeute im Frisoersalon
In Laos/Kambodscha startet jetzt nach der Regenzeit ganz offiziell die Heiratssaiso. So sind im Moment alle Frisoersalons gleichzeitig auch Beautyoasen und oft randvoll durch Braeute bevoelkert. Hier werden alle erdenklichen Stellen oberhalb des Atlaswirbels verschoenert.
Als ich Westlerin den Salon betrat, waren die Angestellten doch spuerbar ueber den exotsichen Besuch mindestens ebenso erstaunt wie erfreut. Sogleich wurde meine westliche Haarpracht so intensiv gemustert, dass ich schon zu vermuten begann, meine Kopfhaut waere durch Laeuse bevoelkert... doch nichts dergleichen.
Natuerlich sprach keine der Angestellten Englisch... doch dies spielte keine Rolle, denn unterdessen bin ich in der nonverbalen Kommunikation genug geuebt. Wie ich mir das Endergebnis vorstellte, wurde auch ohne Sprache verstanden.

Erstaunt war ich doch ueber dessen Vorgang, denn hier wird offenbar zuerst geschnitten und erst nachtreaglich gewaschen. Fuer's Haare waschen brauchts auch kein Becken und das Schampoo wird waehrend ca 10 Minuten einmassiert. Fuer's Auswaschen kommt doch noch ein Becken zum Einsatz und ein weiteres Mal wird die Kopfhaut ein weiteres Mal durch eine Massage verwoehnt. Dann ging's zurueck zum Spiegel, wo Kopfhaut, Gesicht, Nacken und Schultern ein letztes Mal massiert wurden... nee, da kann man sich wirklich nicht beklagen.

Schnappschuesse:

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Festivalsumzug - Spendengaben werden zu den Pagoden getragen.

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stundenlange musikalische Begleitung

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Toreingang zu einer der unzaehligen Pagoden

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Kannst du das Fahrrad ausmachen?

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Tankstation - DER Ort um Pepsiflaschen zu recyclen

Liebe Leut, ganz ehrlich: Ich nahm mir wirklich vor, von den folgenden Spezialitaeten wenigstens zu kosten, da sie offenbar lecker schmecken sollen...

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Spinnen (schmecke wie Gefluegel)

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Heuschrecken - eine weitere Spezialitaeten kulinarischer Natur

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Enten

... doch als ich vor den Spezialitaeten stand, konnte ich mich doch nicht ueberwinden.

Eingestellt von sorella 19:00 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D2 Kambodscha - Kompong Cham

Seit dem 30. Oktober befinde ich mich auf kambodschanischem Terrain!!!

In Kampong Cham gibt's fuer Touristen wenig zu entdecken und auch mich hat's einzig hierhin verschlagen, weil es ein weiteres Mal mein Flug sein sollte, der verspaetet abflog. Als Folge dessen verpasste ich meinen Anschlussbus, welcher mich nach Kratie zu den im Mekong lebenden Suesswasserdelfinen bringen sollte und dies mehr als nur hauchduenn... Nanu habe ich mir gedacht, entdecken wir halt eben Kampong Cham, welches sich als - ich kann es nicht positiver formulieren - Dreckloch herausstellte.
Schnell bemerkte ich, dass man hier als Westler doch recht auffaellt und fuer die heimischen Leute zu einer Art Attraktion wird. Seit heute kann ich nachvollziehen, wie es meinen Kollegen in Hollywood so tagtaeglich ergeht. Gluecklicherweise musste ich keine Autogramme verteilen und auch die Paparazzi waren wegen fehlenden Kameras nicht im Einsatz... ;-)

Und damit ihr wisst, wo wir uns befinden:
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Ausflug zu einer nahegelegenen Kautschukplantage

Ein "Motoboy" (junger Herr mit Roller) fuehrte mich zu einer Gummibaumplantage/Fabrik und erklaerte mir alles ihm Bekannte ueber dieses Gebiet.

Hier die Bilder:
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1. eingetrockneter Kautschuk wird weggekratzt...

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2. ... damit frischer Kautschuk in die Schale troepfeln kann.

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3. Transport in die nahegelegene Fabrik.

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4. Verarbeitung in der Fabrik: befeuchten, erwaermen und einstampfen... und ab ins Ausland.

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Monokultur - ein trauriges, leider weitverbreitetes Bild in dieser Provinz.

Hier in Kampong Cham faellt sehr schnell auf, mit welchem Eifer v.a. die Jungs (wohl in Hoffnung auf bessere Zukunftschancen) ihre Englischkenntnisse anzuwenden/ aufzubessern versuchen und meist abends Englischstunden besuchen. Beispielsweise bat mich der "Concierge" meiner Absteige bereits bei der Ankunft, ihm die englische Sprache naeher zu bringen. In seiner Bitte war doch schon etwas Verzweiflung spuerbar...

Schnappschuesse

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Tuk-Tuk-Fahrt durch den Monsunregen
Derartige Monsungewitter mit intensivstem Donnern, Blitzen und Regnen beeindruckt doch sehr!

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Faehre auf eine Mekonginsel, ...

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... wo noch urspruenglich gelebt wird. Hier unternahm ich eine nicht so lustige Fahrradfahrt durch Schlamm, Wasserpfuetzen und Schlagloecher und vielleicht koennt ihr erahnen wie schmutzig man danach ausschaut... (Fotos wurden aus klinischen Gruenden durch travellerspoint entfernt... ;-)

Eingestellt von sorella 18:27 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D1 Ein Stueck Hoffnung fuer drei Elefantendamen

Als DER Hoehepunkt schichthin hier in Mondulkiri Province...

... stellte sich der Tag im Elefantenhilfsprojekt (NGO) heraus!!
Zwei Engländer versuchen mit unglaubich viel Herzblut ein Reststück Dschungel vor Abholzung zu bewahren, mit dem Ziel ein Stueck Lebensraum für drei Elefantendamen zu erhalten. Alle drei Dickhäuter könnten über eine unglückliche Vorgeschichte trompeten, doch im Projekt scheint es ihnen sichtlich wohl zu sein.

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Die Zusammenarbeit mit der hiessigen, noch sehr traditionell lebenden Bergbevoelkerung gelinge ganz "ordali", hingegen sei die Einsicht des Staate sehr bescheiden ausgeprägt und dies mache eine Zusammenarbeit nahezu unmöglich. Schlimmer noch, der Staat fördert die Abholzung an allen Fronten!!
Grund: Das Tropenholz verkauft sich gut. Noch in den 1960-er Jahren bestand 75% des Landes aus Regenwald, in den 1990-er Jahren gab's ein Zwischenhoch, denn man wollte das ganze Land als Naturschutz erklaeren - erfolglos... Heute verleiben 30%!!

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Warum wohl gerade Chinesen die Provinz durch Strassen besser erschliessbar machen wollen?

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Grasland, Monokultur wo einst Dschungel wuchs

Natürlich hinterlassen diese Raubzüge spürbare Folgen auf das gesamte Ökosystem der Region (Erosion, Temperatur, Wetter, Monsunniederschäge, Lebensräume von Tier und einfachem Fussvolk...). Leider scheint dies die Politiker wenig zu beeindrucken. Diese lehnen sich lieber gekonnt zurück und zählen ...

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... die Geldscheine. Ein nicht zu unterschätzender Betrag davon fliesst natürlich in die eigenen Taschen, womit ...

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... luxuriöse Gefährte/Hausbau, Golduhren und modernste Mobiltelefone angeschafft werden. Unterdessen vermute ich hinter jedem teuren Flitzer/Villa einen korrupten Landsmann und dies ärgert mich doch sehr. Wie viel besser doch das Geld anderswo investiert werden könnte! Beispielsweise in das Sorgenkind Schulbildung: Noch immer gehen nicht alle Kinder in die Schule. Ein grosses Problem stellten fehlende oder gar unqualifizierte Lehrkräfte dar, denn alle Gebildeten wurden während 1975-79 auf grausamste Weise durch die "Khmer Rouge" verfolgt. Gestern erklärte mir eine Lehrerin (welche nebenamtlich serviert), dass in ihrer Klasse 60 Kinder im Alter von 4 bis 6 sässen...

Traurig wie Politik, Umwelt, Armut ineinanderspielen und schliesslich unsere drei grauen Damen mit langem Rüssel und dickem Po bedrohen.
Touristen können das Projekt durch Voluntaritätsarbeit oder finanziell unterstützen. Ich habe mich für das letztere entschieden. Als Dank dafür wurde ich in das Projekt eingeführt und durfte mich in der Kunst des Elefantenreitens behaupten...

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... vermutlich kaum weniger "cool" als dieser Landsmann.

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Elefantenreiten im Dschungeldickicht

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Ziel des Elefantenritts

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Kopfhaut meines Elefanten

Fuer mehr Infos zum Projekt:
www.elie-cambodia.org

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Unterdessen erachte ich es als ein riesiges Geschenk, in einem friedlichen, demokratischen Land aufgewachsen zu sein... in einem Land, wo jederman/-frau vor einem Polizisten den Finger heben darf, falls dieser gegen das Gesetz verstösst. Yes, travelling is an eyeopener!!
Falls man hier mit polizeilichen Schwierigkeiten konfrontiert wird, bleiben einem drei Möglichkeiten:
1. keep smiling
2. Golduhr vorweisen
3. Telefonnummer eines einflussreichen Menschen zücken.

Zitat des Tages
„Erst die Fremde lehrt uns,
was wir an der Heimat haben.“

Theodor Fontane (1819 - 1898)

Eingestellt von sorella 17:01 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

C15 Zurueck nach Vientiane (Hauptstadt Laos)

33 °C

Als Begleitung einer aufgestellten, australischen Besatzung ging's per voellig ueberladenem...

Tuk_Tuk.jpg
... "Sawngthaew" (15 Menschen anstelle von 10) und ...

Kajak.jpg
... im Kajak paddelnd heiter zurueck nach Vientaine, wo es Verpasstes nachzuholen galt.
-> vgl Beitrag "Eigentlich war fuer heute ein mega cooler Tag gedacht"

Dies war zum einen das Pha That Luang und ein Textilkurs.

Pha_That_Luang.jpg
Pha That Luang - Das Nationalheiligtum hat definitv etwas Glamuroeses/ Imposantes/ Praechtiges an sich.

Pha_That_L..ansicht.jpg
Pha That Luang (Seitenansicht)

Nebengebae..t_Luang.jpg
Nebengebaeude des Pha That Luang


Ein Tag im Textilkurs bei im Houez Hong Vocational Training Centr for Woman

Hierbei handelt es sich um ein Hilfsprojekt unterprivilegierter Frauen. Touristen koennen das Projekt unterstuetzen, in dem sie einen Tag mit den Frauen verbringen und sie in ihrer Arbeit unterstuetzen. Daraus entsteht eine Art Win-Win-Situation. Touristen unterstuetzen das Projekt finanziell sowie mit Wuerdigung/ Wertschaetzung ihrer Arbeit und man selber lernt so einiges hinzu. So faerbte ich einen Schal mit natuerlichen Pigmenten ein und durfte mich im Seidenweben ueben.

Faerben meines Schales:

gefalteter_Schal.jpg
1. einwickeln

einwirken_lassen.jpg
2. in natuerlichen Pigmenten (pflanzlicher Herkunft) einkochen, auswaschen...

Schal.jpg
3. ... und trocknen. So ein Schal erweist sich uebrigens als praktischer Sonnenschutz in langen Busreisen.

Heute hatte ich wiederum Glueck, war ich doch die einzige Interessentin am Projekt. Dies ermoeglicht einem einen einzigartigen Einblick hinter die Kulissen und bringt einem naeher an die "Leut".
Angeleitet wurde ich durch eine 19-jaehrige Studentin, welche tagsueber in dieser Institution unentgeltlich arbeitet, um ihre Englischkenntnisse anzuwenden und ihr Wissen an Interessierte wie mich weiterzugeben. (Mit guten Englischkenntnissen erhofft man sich hier bessere Zukunftsperspektiven.) Abends drueckt sie die universitaere Schulbank... und irgendwann dazwischen werden die Hausaufgaben erledigt...

Waehrend der Schal trocknete, ging's weiter zu den Webstuehlen und hier...

Webstuhl.jpg
... seht ihr die Fruechte meiner erworbenen Webkuenste

eine_der_Weberinnen.jpg
Eine der Weberinnen, welche mir gegenueber natuerlich tempomaessig, technisch sowie kuenstlerisch einen riesen Vorteil hatten..., was schon immer wieder ein Schmunzeln beiderseit entlockte.

Uebrigens kommen nicht nur die Haende, sondern auch Beine zum Einsatz und natuerlich die grauen Hirnzellen, denn sobald man mehrfarbig webt, gibt es doch erstaundlich viel zu beachten.


Ausbildung

Jugendliche in diesem Land haben definiv einen schwierigen Start ins Berufsleben.
Gerade auf dem Land reicht die Schulbildung nur bis zum Grundschulabschluss und Berufsbildungsangebote sind rar gesaet. So beginnt fuer die meisten das Arbeitsleben mit 12-13 Jahren. Auch fuer diejenigen, die es bis zum Sekundarabschluss schaffen, sieht es wenig rosig aus, denn gerade fuer 15% stehen Ausbildungsplaetze in Berufsschulen zur Verfuegung. Fuer die meisten heisst es also zugucken, mitmachen, nachahmen. Den Anforderungen einer modernen Wirtschaft entspricht eine solche Ausbildung natuerlich nicht.


Weitere Schnappschuesse:

Was_wohl_d..edeutet.jpg
Was wohl dies wieder bedeutet?

Eingestellt von sorella 05:06 Archiviert in Laos Kommentare (0)

C14 Laos - Ban Na "das Elefantendorf"

Es war einmal...

... ein Bauerndorf.

Als die Bauern aus "Ban Na" noch Reis und Gemüse anpflanzten, schien die Welt „voll“ in Ordnung zu sein. Doch dann, vor wenigen Jahren, entschloss man/frau sich - ermutigt durch ein Zuckerunternehmen - Zuckerpflanzen anzubauen. Nie und nimmer hätten sie damit gerechnet, dass sich die wilden Elefanten aus den nahgelegenen Bergen als wahre Schleckmäuler entpuppen würden. So dauerte es nicht lange bis die feinen Näschen, mmh Rüssel der Dickhäuter die süsse Duftnote der Zuckerpflanzen ausmachten und sich an der leckeren Zucker-, Bananen- und Ananasfrüchten bedienten. Ihr könnt euch vorstellen, dass sich die Freude der Bauern in Grenzen hielt...
Sie bedachten einer Lösung wie die Elefanten vertrieben werden könnten: weg vom lukrativen Zuckeranbau und zurück zum altbewährten Gemüseanbau.
Gesagt – getan.

Doch die 30 Dickhäuter schienen sich nach wie vor "Pudel wohl" zu fühlen und trampelten Tag für Tag all die schönen Felder platt. Die Verwüstung von Feld und Umwelt war signifikant.
Man/frau tagte erneut und befand, dass es nur noch eine letzte Lösung gibt (ausser Wilderei): Mit und von den Elefanten leben.
Das Ergebnis ist Elefanten-Ökotourismus.
Vgl. http://www.trekkingcentrallaos.com/html/possibletrips_banna.htm

Bis zum heutigen Tage scheint es tatsächlich zu funktionieren.
Doch wird der Friede halten?
In der Nähe plane man eine Zuckerraffinerie...

Elefant.jpg

Eingestellt von sorella 12:59 Archiviert in Laos Kommentare (0)

C13 "Mango on Rice"

Manchmal gehoert es wohl als alleinreisende Person dazu, dass man auch alleine speist. Wenn, dann frage ich den Koch, ob ich mithelfen bzw. zuschauen duerfe. Ihr koennt kaum ahnen wie witzig es in einer laotischen Kueche zu und her geht, wie viel Spass dies bereitet und ueberhaupt sind solche Situationen einfach spannend!!

Heute war so ein Abend. Ich entschied mit fuer "Mango on Rice". Eine Art laotischer Milchreis mit Mangostueckchen und Kokosnussmilch anstelle von Kuhmilch.
Natuerlich wollte ich vor meinem Abgang meiner Dankbarkeit auch auf finanzielle Weise Nachdruck verleihen... doch die hochschwangere Chefkoechin fuehlte sich rein schon durch mein Intersse derart geehrt, dass sie von all dem gar nichts wissen wollte. Im Gegenteil: Mein Menue kostete ploetzlich nur noch Kip 10'000.- (= US$ 1.25) anstelle von Kip 15'000 de factum entspricht dies einem Rabatt von 33%! Zuerst nahm ich an, sie haette sich versehentlich verrechnet... doch sie entgegnete mir laechelnd: "No, no that's just for you."
Von diesem Standpunkt war sie partout nicht wegzubringen!

Einen Westler mag dies ruehren, zumal ich der einzige Gast weit und breit in Aussicht war und mit den Einnahmen ganze 4 Gehaelter bezahlt werden sollten!

Ganz nach dem Motto:
HERZLICHKEIT GEHT UEBER WIRTSCHAFTLICHKEIT.

Solche Erlebnisse beeindrucken mich immer wieder...

P.S. Es war sehr lecker!

Eingestellt von sorella 02:07 Archiviert in Laos Kommentare (0)

C12 Laos - Vang Vieng

Vang Vieng: Atemberaubende Schönheit und doch nicht jedermanns Sache?

... doch nicht jedermanns Sache?

Vang Vieng liegt wunderschön am Ufer des Nam Song Flusses und die Umgebung und seine Attraktionen vermag einem definitiv aus den Socken zu hauen: unzaehlige Tropfsteinhöhlen, imposante Wasserfälle (inkl. 'Pools') und Minority-Villages der Hmong-Ethnie, welche allesamt spektakulär per Kajak, River Rafting oder Bike entdeckt werden können. Ja, Vang Vieng hat in der Tat viel zu bieten.
Und doch ist es nicht jedermanns Sache. Es sind die TV-Bars und "happy menus", welche entweder eine Love or Hate-reaction ausloesen.
Einige Touristen scheinen Himmel auf Erden gefunden zu haben, indem sie Tag fuer Tag an einem "happy drink" schlürfend oder an einer "happy pizza" knabbernd (versetzt mit Marihuana, Pilzchen, Opium oder yaba (=Methamphetamine) ) endlose und immer gleiche TV-Serien glotzen.

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Eine dieser TV Bars

Liebe Leut (v.a. Mama) macht euch keine Sorgen um mich, denn ich plane einen Happy-Aufenthalt ohne Happyzusaetze.

Viang Vieng, wie ich es entdeckt habe:

Vang_Vieng.jpg
Nam Song, Fluss bei Viang Vieng

Sonnenunte..am_Song.jpg Sonnenunte.._Song_2.jpg
Sonnenuntergang über Nam Song

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Reisfelder, Vang Vieng

Sorella als Hoehlenentdeckerin
Vang Vieng ist sehr beruehmt wegen seiner zahlreichen Hoehlen. Am einfachsten reist man per 2-Bein, 2-Rad (Fahrrad, Motorrad -> kann hier ohne Fuehrerschein gemietet werden!) oder per 3-Rad (Tuk Tuk) an. Ein 'Guide' (meist ein Village Boy) fuehrt einem gegen ein kleines Entgelt zu den hintersten Ecken und Winkel der meist recht glitschigen Hoehlen. In manchen Hoehlen wurde es derart eng, dass ein Vorwaerts- bzw. Rueckwaertskommen einzig in Liegestuetzstellung moeglich war... und zwar einhaendig, denn der Rucksack musste auch noch mit einer Hand gestossen werden. Ihr koennt euch vorstellen, wie man am Ende eines solchen Tages nach zig Hoehlen ausguckt...
Wie nicht anders zu erwarten, vermochte sich meine Singstimme in den groesseren Hoehlen kaum zurueckzohalten... Als Folge dessen wurde ein betraechtliches Liedergut an thailaendische Touristen (und umgekehrt) weitergegeben. Dies war Anlass zu grosser Freude, denn selbst das mikrigste Maeuschenstimmchen vermochte es ploetzlich mit Pavarotti aufzunehmen...

Tham_Jang.jpg
Tham Jang - berühmteste Höhle in Vang Vieng.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie als Bunker benutzt.

Sprungbret..en_Pool.jpg
Laess war, dass man in einigen Hoehlen auch schwimmen konnte und zwar innen (bis 80m tief hinein) wie aussen.

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Aussicht ueber Vang Vieng von einer Hoehle aus.

Hoehlenausgang.jpg
einer der Hoehlenausgaenge

Traktorpnoe.jpg
Ueberzeugt hat mich auch diese Hoehle. Man lege sich auf einen Traktorenreifen (=Luftmatratze) und ziehe sich an an einem Seil durch die Hoehle.

Stalactite_Stalagmite.png
Freude bereiteten mir auch die Stalactite und Stalagmite:

Stalactite..agmite2.jpg
Hier eines der Prachtsexemplare

Spinne.jpg
Doch auch Fledermaus- oder Spinnenphobikern seien diese Hoehle waermstens zu empfehlen. -> In Kuerze sei man kueriert... ;-)
Die abgebildete Spinne war beinahe so gross wie die Sapnnweite der Hand eines Homo Sapiens!

river_tubing.jpg
Vorbereitungen zum "river tubing".

River_tubing_2.jpg
Beinahe wie im "Alpamare" - Kindheitserinnerungen werden wach :-)

Bruecken:
Br_cke.jpg
Bruecke.jpg

Hier_lief_..lantage.jpg
Hier lief ich durch eine Bananenplantage...

Papaja.jpg
... und so schauen Papayas aus.

Frisoer.jpg
Und wuerdst du diesen Schritt wagen?

Eingestellt von sorella 03:22 Archiviert in Laos Kommentare (0)

C11 Laos - Luang Prabang II

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Echt laess ist, wenn man immer wieder auf 'altbekannte' Gesichter stoesst: diverse Landsleute, zwei, welche sogar die selbe Schule wie ich besuchten(!) - ja die Welt ist klein,... ansonsten traf ich auf ein paar Israelis, Franzosen, Deutsche,... .

Das Programm dieser Woche war total vielseitig/abwechslungsreich/mega cool und ... jetzt gehen mir die Adjektive aus... du darfst selber ergaenzen:

Kochkurs
Einer der Hoehepunkte fuer mich war der 7.5-stuendige Kochkurs, wo ich wiederum auf tolle Leut traf.

Fresh_Mark..gekauft.jpg
Fresh Market - Hier haben wir die Zutaten eingekauft.

2Kochkurs.jpg
Die ganze Klasse

Kochkurs2.jpg
Das Kochduo

Das Endprodukt:
Kochkurs_3.jpg
Kochkurs4.jpg

Auf der Stadtbesichtigungstour stiess ich urploetzlich auf ein kleines Seidengeschaeft. Die abgebildete Dame erkannte mein schuechternes, jedoch reges Interesse an dieser Handwerkskunst und wies mir direkt einen Stuhl zu. So konnte ich alles genau beobachten. Spaetestens seit dem heutigen Tage ist meine Achtung des Webens auf Pilatushoehe gestiegen, denn Stunden benoetigt es und unglaublich viel Geduld sowie Fleiss, um ein Stoffstueck von ein paar Zentimetern zu weben.

Einfuehrun.._Webens.jpg
Einfuehrung in die Kunst des Webens

Endprodukt.jpg
Fuer ein ganzes Tuch hoher Qualitaet brauche man 3 Monate!

Hier_wird_..wickelt.jpg
So wird eine Fadenspule aufgewickelt.

Pool.jpg
Zwei tolle Wasserfaelle wurden besucht. Abgebildet ist der wirklich angenehm-erfrischende Pool inkl. Auslaeufer des Wasserfalls.

Was ist denn das?
Elefantenhaut.jpg
Bingo - die Haut des berittenen Tiers.

Fuetterung..em_Ritt.jpg
'Mein' Elefant mit welchem wir durch den Flusslauf unterhalb einer der Wasserfaelle wateten.

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Mmh - in welche Richtung koennte es weitergehen?

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Hier wird Bambuspapier durch Sonnenlicht getrocknet.

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Gleich 2x wurde hier mein Ruecken durchgeknetet.

Eingestellt von sorella 07:34 Archiviert in Laos Kommentare (0)

Herzlichen DANK!!

Meine Homepage scheint auf reges Interesse zu stossen, was mich natuerlich riesig freut! Seit gestern handelt es sich um eine vierstellige Zahl!!!

danke-schon_jpg.gif

Eingestellt von sorella 05:39 Kommentare (0)

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