Reise blog von Travellerspoint

F7 - Auf zu den Nomaden!!

Bavanat liegt auf einer ruhigen, abgelegenen Hochebene im Zagrosgebirge auf ca. 1'800 m.ue.M.. Hier gedeihen saftig-gruene Wallnusswaelder, dessen Anblick fuer uns nach all der kargen Wuestenlandschaft eine willkommene Abwechslung bildete. In diesem vertraeumten Oertchen leben etwa 200 festhaft gewordene Nomaden, welche teilweise immer noch als diese zwischem Persischem Golf und den Zargosbergen herumziehen. Nach einer 3 1/2-stuendigen Ruettelfahrt im antik-anmutenden Mercedesbus und somit pro Nase je US$ 1.50 aermer kamen wir endlich dort an, bis wir schliesslich bei einer vierkoepfigen Bauernfamilie unsere Bleibe fuer die folgende Nacht fanden. Das Nachtessen wurde von der Baeuerin exquisit fuer uns zubereitet: zuckersuesse Wassermelone, Pfefferminz-Nudelsuppe und diverse Salate zum warm werden, gefolgt von Reis und herben Lammbaellchen - was fuer eine Gaumenfreude! Die Nacht verlief trotz Ohrenstoepsel beinahe schlaflos, da die Familie sechs klaeffende Hunde besitzt, die einfach keinen Schlaf fanden und uns sprichwoertlich gewaltig auf den "Senkel" gingen.

Abbas der Gastgeber und zugleich Hausherr ueberraschte uns frueh morgens mit einem wohlschmeckenden Fruehstueck. Danach fuehrte er uns mit seinem aeltern Peugeot 405 in die Abgeschiedenheit der Berge zu seinen nomadischen Verwandten. So befanden wir uns schon bald Chai trinkend und Kuchen schlemmend im Nomadenzelt und staunten wie elegant (im Gegensatz zu uns!) und wuerdevoll die 81-jaehrige Nomadenoma im Schneidersitz neben uns sass. In ca. 70 Meter Entfernung erspaehten wir ein weisses Tipi, welches wir fuer eine edle Nomadentoilette hielten. Abbas fuehrte uns ins Innere des Zeltes und erklaerte, dass es sich um eine Nomadenschule handelte. Und siehe da: ein Lehrer, eine Tafel, 2 Kreiden, 20 wissbegierige Kinderaugen am Boden vor ihren Mathebuechern kauernd.

Ja, Bavanat - Abbas und seine Familie, die Nomaden, nicht aber die Hunde - werden uns in guter Erinnerung bleiben. Moeglichst schnell vergessen wollen wir nur eines: die Metzgerei mit dem frischabgetrennten Kamelkopf sowie die darumfliegenden Insekten, welche im Gegensatz zu uns den Anblick sicherlich genossen...

vor einer Metzgerei

vor einer Metzgerei

unser Abendbrot - Suppe Salat Fladenbrot Fleisch-Reiskloesse

unser Abendbrot - Suppe Salat Fladenbrot Fleisch-Reiskloesse

Nomadenzelt von aussen

Nomadenzelt von aussen

bei den Nomaden

bei den Nomaden

Nomadenschule von aussen

Nomadenschule von aussen

Sorella verteilt den Schuelern Bonbons

Sorella verteilt den Schuelern Bonbons

in der Nomadenschule

in der Nomadenschule

Eingestellt von sorella 08:51 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F6 - Besuch ins "Nirgendwo"

Steppe, Wueste...

... und karge Berglandschaft: In dieser Idylle errichtete Shah Abbas I ca. vor 400 Jahren eine Karawanserei mit dem Namen "Zein-o-din", welche an der bekannten Seidenstrasse liegt. Wir inspirierten uns fuer einen Besuch zu diesem altwuerdigen Ort. Drei in einer weissen, weiten und wirklich komischen Tracht gekleideten Schnauzbaerte halfen uns, den richtigen Bus dorthin zu finden. Wie so oft fand die Konversation mit Haenden, Fuessen und in Farsi-Bruchstuecken statt, bis es den Maennern schliessliche daemmerte, was wir im Schilde fuehrten. Kaum 10 Minuten nach Abfahrt wurde uns ein feinduftender Chai angeboten, welcher Startschuss zu weiteren "Gespraeche" bildete. Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir, dass das von den Schnauzbaerten getragene Gewand eine waschechte Tracht aus Sistan und Baluchestan (Grenznaehe Pakistan) sei. Nach ca. 70km kamen wir gespannt in der Karawanserei an und staunten nicht schlecht, was wir vor unsere Linsen bekamen: Dicke Mauern, ein imposantes Eingangstor mit zwei Arten von Tuerklingeln (fuer jedes Geschlecht eine, damit der Gastgeber weiss, wer zu oeffnen habe... und wer sich besser verstecke!), einen wunderschoenen Innenhof, tapeziert mit diversen Teppichen, orientalische Musik, die im Hintergrund fuer Stimmung sorgte, sowie das Plaetschern eines Brunnens... und ... keine weiteren Touristen - just great, denn so hatten wir die gesamte Augenweide fuer uns alleine!
Nach der Einnahme eines 12 Euro teuren Menues (ca. 6 mal teurer als ueblich, doch der Preis war uns diese Gaumenfreude wirklich wert!) kam natuerlich die Frage auf, wie wir wieder zurueck nach Yazd kaemen? (Hier gab es weder eine Busstation, Savari (=Sammeltaxi) noch Taxis. Im Iran kein Problem!
Etwa 300 Meter entfernt an der Autostrasse stand ein uralter Wohnwagen mit der Aufschrift "Police" - und siehe da, in der Tat waren zwei uns wohlgesinnte Polizisten in stolzer Vollmontur anwesend, die unser Problem erkannten. Sogleich stoppten die "Retter in Not" ein zufaellig vorbeifahrender PKW, welcher uns frohmutig in Richtung Sonnenuntergang, sprich ins zwei Kameltagesritte entfernte Yazd mitfuehrte. Tja, noch vor fuenf Minuten befanden wir uns 400 Jahre in der Vergangenheit und urploetzlich flitzten wir in einem schnittigen Peugeot beinahe im Ueberschallbereich durch die Wueste (Kavir) in Richtung Yazd - unglaublich aber wahr!!

P.S. Ganz gespannt sind wir auf die kommenden Tage, die uns zu Nomaden ins Zagrosgebirge (Suediran) sowie nach Shiraz fuehren, das seit 2000 Jahren als Herzstueck persischer Hochkultur gilt...

Karawanserei Zein o Din

Karawanserei Zein o Din

Innenhof der Karawanserei

Innenhof der Karawanserei

unser Mittagsmahl in der Karawanserei

unser Mittagsmahl in der Karawanserei

Welche Tuerklinge ist wohl fuer welches Geschlecht gedacht

Welche Tuerklinge ist wohl fuer welches Geschlecht gedacht

Eingestellt von sorella 10:16 Archiviert in Iran Kommentare (1)

F5 - Voll ins Fettnaepfchen getreten!!

Es waren einmal zwei Westler...,

... welche ein romantisches Candlenightdinner in traditionell-orientalischem Ambiente 'a la 1001 Nacht genossen: Perserteppiche, Tuecher, luftig-weiche Kissen, koestliche Hausmannskost, wohlriechende Oellampen, im Hintergrund persische Musik, ...

Klingt traumhaft - oder?

Das Mahl nahm genussvoll seinen Gang, bis der in westlichen Sprachen nicht bewanderte Kuechenchef sich erkundigte, ob sein Gaumenschmaus auch mundete. Wie antwortet man als sich in Farsi (Landessrache) nicht vertrauter Westler?

Waehle zwischen folgenen zwei Varianten:

  • A: Man strahle ueber's ganze Gesicht, zeige mit dem Daumen ein "Thumb-up"-Zeichen (=Daumen hoch) und sage: "very good!!"
  • B: Wie ein richtiger franzoesischer Gourmand:

Mit Daumen und Zeigefinger bilde man ein franzoesisches "Excellent"-Zeichen, kuesse dieses genuesslich und sage: "Excellent!!"

Welche der beiden Varianten wuerdest du intuitiv waehlen? A oder doch B?

(Einfach weiterlesen ist nicht erlaubt!)

Unser Ratschlag: VERMEIDE BEIDE(!!),

denn das internationale "Thumb-up"-Zeichen (Daumen hoch) bedeutet hierzulande ein blank-nuechternes "Arschloch"! Nicht besser kommt das franzoesische "Excellent"-Zeichen an, was so viel wie "fuck you" heisst!

Kannst du dir die Reaktion des erbossten Kuechenchefs vorstellen? Seine an den Schlaefen plusierenden Adern weiteten sich, bis sein auf den Pfausbacken verwinkeltes Adernetz zu platzen drohte... und der in seiner Ehre verletzte Mann schmollend das Weite suchte.

Seit dieser Geschichte meiden wir diese zwei fuer uns so vertrauten Zeichen und treten aus lauter Gewohnheit trotzdem immer wieder ins selbe Fettnaepfchen, sei es , wenn wir auf die Frage "How are you?" antworten, uns mit dem Fruechtehaendler verstaendigen oder ein Savari (=Sammeltaxi) bezahlen.

Hier einige bereits erlebte Beispiele:

  • Kosovo: Kopfnicken = "nein"; Kopfschuetteln = "ja" -> Kann definitv fuer Verwirrung sorgen!!
  • Mongolei: Wer hier beim Essen/Trinken weder genuesslich schmatzt noch schluerft, beleidigt den Gastgeber!
  • Laos/Kambodscha:

- Teller nicht aufessen, sonst gibt man dem Gastgeber zu verstehen, er waere geizig

- (Ess-)Staebchen aufeinanderlegen, so dass sie ein Kreuz zeigen = "Ich wuensche dir den Tod."

  • Buddhistische Laender:

- nie auf Tuerschwelle treten, denn dies bringt Unglueck.

- Fusssohle nie auf jemanden richten, denn auch dies bringt Unglueck.

  • England:

- seit einem Krieg gegen die Franzosen bedeutet das verkehrte "Victory-Zeichen" nichts weniger alss "piss off"

Ja, Bodylanguage ist in der Tat ein spannendes Thema!!

Eingestellt von sorella 10:06 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F4 - Grosses Dankeschoen!!!

Besten Dank fuer EUER Interesse an dieser Homepage!!

Unterdessen wurde die Seite ueber 6050-mal aufgesucht - was uns beide natuerlich ausgesprochen motiviert!!

Wir fragen uns manchmal, wie die Eintraege beim Leser ankommen?
Falls du Lust/Zeit hast, freuen wir uns natuerlich ueber ein Feedback (per Homepage oder direkt an unsere Emailadressen).

Herzliche Gruesse,

sorella & fratello

Eingestellt von sorella 10:11 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F3 - … und irgendwie nach Yazd

Die Ernuechterung am letzten Abend in Kashan war doch recht gross!!
Ist diese fuer iranische Verhaeltnisse Kleinststadt (320’000) tatsaechlich mit keinem einzigen Bus mit Yazd (naechste Grossstadt) verbunden? Dies zumindest behaupteten unsere beiden Reisefuehrer. Sind wir t a t s a e c h l i c h in Kashan (Zentraliran) gestrandet?!?
Unsere neugewonnen, iranischen Freunde erzaehlten von einer inoffiziellen Bushaltestelle, von wo aus wir problemlos nach Yazd zusteigen koennten… “Why not!” dachten wir Abenteuerlustigen und liessen uns ohne Wimpernzucken dafuer begeistern...
Ein in Farsi (=Landessprache) geschriebener Notizzettel sollte uns den Weg weisen und bereits nach 30 Minuten fanden wir uns auf einem Highway wieder: Sollte dies die inoffizielle "Bushaltestelle" sein? Mit sprichwoertlich "abgesagten" Hosenbeinen standen wir nun da, weit und breit nichts als eine i r r s i n n i g lange Strasse, Wuestensand, karge Berglandschaft und natuerlich Kashan im Ruecken.
Nach grossem Raetselraten und wie immer mit etwas Glueck fuehrte uns ein Taxifahrer zu einer nahegelegenen Mautstation, wo wir uns von den dort Arbeitenden wohlumsorgt und aufgenommen fuehlten (herzliche Gespraeche ueber Gott und die Welt, Chai...) bis diese uns auf einen in die richtige Richtung fahrenden ("inoffiziellen") Bus hievten. Doch nach 414km und 5 1/2 Stunden Fahrt durch Wuesteneinoede und langgezogenem Bergmassiv wurden wir argploetzlich als einzige Passagiere aus dem vollen Bus hinausgebeten - war dies ein gutes Omen? Fassungslos guckten wir dem nach Kerman weiterfahrenden Bus mindestens so sehnsuechtig wie auch perplex hinterher, wie dieser um die Ecke bog. (Vielleicht koennt ihr euch unsere offenen Munde nicht weit offen genug vorstellen?)
Wo waren wir? Die Busstation von Yazd war es eindeutig nicht, eher eine Autobahnausfahrt einer Stadt, wir hofften natuerlich, dass es sich um Yazd handeln wuerde.
Per Anhalter (ein lokaler Bus erbarmte sich unser) gelangen wir irgendwo in die Innenstadt, welche tatsaechlich Yazd war!! Wiederum hilfsbereite uns anstrahlende Einheimische scharten sich traubenfoermig um uns und wiesen uns zu den richtigen Lokalbussen, bis uns schliesslich ein beduinenartiger Opa haendchenhaltend* den Weg durch den Basar in Richtung Hotel zeigte. Im Garten dieses paradiesaehnlichen Palasthotels sitzen wir nun - und ... was koennte man hier wohl anders tun? - ... wir trinken Tee.

  • Koerperkontakt unter Maennern ist aehnlich wie in Indien ein Zeichen von Freundschaft. Jeglicher Koerperkontakt (auch Haendeschuetteln) zwischen Mann und Frau sind - in der Oeffentlichkeit zu mindest - tabu.

... omnipraesente Begleitung - Chai

... omnipraesente Begleitung - Chai

Badgire (Windtuerme) in Yazd

Badgire (Windtuerme) in Yazd


Innenhof unseesr palastartigen Hotels

Innenhof unseesr palastartigen Hotels


Chaq Maq - Hauptsehenswuerdigkeit in Yazd

Chaq Maq - Hauptsehenswuerdigkeit in Yazd


Blick von einem Hausdach ueber Yazd

Blick von einem Hausdach ueber Yazd

Eingestellt von sorella 10:18 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F2 - Herzlichkeit in Kashan

Ja, Kashan (Zentraliran) wird uns gut in Erinnerung bleiben!!
Wir besuchten wunderschoenste, uralte Herrenhaeuser, einen lauschigen Paradiesgarten, verschiedene Hammams, schluerften unzaehlige Chais in gemuetlichen Teahouses, durchstreiften das verwinkelte Basarenwirrwarr und wurden Tag fuer Tag im Guesthouse von unseren lieben iranischen Zimmernachbarn (wir waren wiedermal die einzigen Westler und fielen somit doch ein bisschen auf) mit leckeren Esswaren ueberrascht: Morgens gab's frischgebackenen, afghanischen Brotfladen, nachmittags Aepfel und Wallnuesse und abends in Essig eingelegtes Gemuese. Die zahlreichen Gespraeche (meist mit "Haenden und Fuessen"), die Aufrichtigkeit beruehrte uns zu tiefst.

Natuerlich beglueckten uns auch die ausgesprochen spannende Sehenswuerdigkeiten, welche in recht grosser Zahl – kein Wunder, die Stadt blickt auf eine 4000 Jahre alte Geschichte zurueck - errichtet wurden…

Mit Blick ueber Kashan

Mit Blick ueber Kashan


Herzlichkeiten in Kashan

Herzlichkeiten in Kashan

einer der zahlreichen Palaeste in Kashan

einer der zahlreichen Palaeste in Kashan

Eingestellt von sorella 09:48 Archiviert in Iran Kommentare (1)

F1 - Wir sind im Orient angekommen!!!

Iran - "Achse des Freundlichkeit"

Fratellos Mama hat uns ausgerichtet, dass manche sich Sorgen um uns machten, wegen der Demonstration vom letzten Freitag im Iran (hier befinden wir uns im Moment). Zur Beruhigung deinerseits: Wir sahen von den angeblich 100'000 Demonstranten, welche gemaess westlichen Medien gegen die Regierung demonstrierten einzig eine Hand voll - kein Wunder, denn um die 70 Millionen Nasen bevoelkert das Land... Wir koennen eure (moeglichen) Bedenken absolut nachvollziehen, da die westlichen Medien leider ein sehr einseitiges, sehr negatives Bild von dieser Region verbreiten. Vielleicht wuerdest du es nicht erwarten, doch die tagtaeglichen Erlebnisse und Begegnungen koennten nicht positiver sein!! Wir erleben die iranische Bevoelkerung als ausgesprochen freundlich, interessiert, anstaendig und hilfsbereit, so dass es uns manchmal fast peinlich ist. Hier eines der unzaehligen Muesterchen:
Auf dem Bazar wollten wir Milch einkaufen. Ein Passant erkannte unsere Ortsunkundigkeit und fragte nach, ob er uns behilflich sein koennte. "You are looking for some milk?... mmmh, I'll ask someone... Please follow me, I'll show you a shop around the corner. " Wir folgen dem Herrn, wurden bald fuendlig und versuchten e r f o l g l o s die Milchtuete zu bezahlen (wir waren recht hartnaeckig). "Can I buy something else for you?... Really not?... Please, have a... o.k. then please let me invite you to my place and chat away with some coffee." Wir verbrachten einen gemuetlichen Abend... tranken Kaffee... hoerten uns durch die halbe und sehr interessante Plattensammlung des Herrn,... tranken Kaffee... und sprachen ueber Gott und die Welt und... tranken Kaffee. Zu guter letzt wollte uns der Herr, welcher Uebersetzer von Beruf ist, sein neustes Buch (in Farsi) schenken. Dann dankte er uns mindestens dreimal (weil wir seine Einladung annahmen), gab uns seine Emailadresse und Telefonnummer und bat uns ihn zu kontaktieren, falls wir ein naechstes Mal Hilfe braeuchten...
Solche Erlebnisse beruehren uns tagtaeglich.

Gleichermassen erfreuen wir uns an den reichhaltigen Sehenswuerdigkeiten!! Ihr koennt euch kaum vorstellen, wie schoen diese orientalischen Palaeste, Gartenanlagen und Baukunst ausgucken!! Wir sind absolut fasziniert von der persischen Kultur und Geschichte!!

Fuer diejenigen, dies wundernimmt, was wir bereits beaeugen durften:
4 Tage verbrachten wir mit sightseeing im Grossstadtgetummel in Teheran (15 Mio Einwohner), dann ging's fuer US$ 6.00 per Nachtzug nach Isfahan (Kulturstadt sondergleichen!) und morgen nehmen wir den local bus nach Karnesh (3-stuendige Busfahrt fuer US$ 2.60), wo es u.a. ein ganz tolles Hammam geben soll.

ein Boulevard in Teheran

ein Boulevard in Teheran

Smogglocke ueber Teheran

Smogglocke ueber Teheran

Eingestellt von sorella 10:13 Archiviert in Iran Kommentare (0)

E3 - Balkanerkundung

Unterdessen bin ich bereits seit über einer Woche zurück von unserer einmonatigen Balkanerkundung (und war seither sehr beschäftigt mit Hochzeitsvorbereitungen für zwei liebe Mitmenschen, welche sich gestern das Ja-Wort schenkten)... sorry für´s Abschweifen, bin eben noch völlig ergriffen... lenke rassig zum Thema zurück... Wir starteten in Zagreb (Kroatien) und reisten gemächlich südwärts von Bosnien-Herzegowina über Montenegro bis in den Kosovo. Dies war eine absolut geniale Erfahrung in einer äusserst spannenden Region, welche ich jedem gerne weiterempfehlen möchte. Wir erlebten sehr viel Gastfreundschaft z.B. eine Hochzeitseinladung, waren beglückt über die kulturelle Vielfalt der Region und erfreuten uns über nette Gespräche mit Einheimischen und deren ausgeprägten Hilfsbereitschaft. Wirkliche Augenweiden sind Städte wie Sarajevo oder Mostar, Herzeg Novi, Dubrovnik, Jajce oder Kotor, wo fremde Einflüsse in der Architektur wunderprächtig zu beäugen sind (Hammams, Karawansereien, klassisch-österreichische Häuserreihen, venezianische piazzas/villas/ponte, türkische Bazare und Uhrentürme...) bzw eine Gaumenfreude sind: türkisches Burek, österreichischer Apfelstrudel, italienische Pasta, zuckersüsse türkische Naschereien, Wiener Snitzel... . Nachdenklich gestimmt haben uns die vielen Kriegsüberbleibsel, die leider immer noch in Form von Häuserruinen und Einschusslöchern an Fassaden sichtbar sind und die in diesem Zusammenhang erzählten Geschichten lassen einem die Pelzhaare sprichwörtlich zu Berge stehen. Jetzt - einige Jahre nach den Kriegsunsicherheiten liegt spürbar eine beachtliche Portion Umbruch in der Luft - noch nie zuvor habe ich so viele Rohbauten gesehen... spannend zu beobachten wie Neues um einem entsteht.
Mässig beglückt haben mich die zahlreichen Hochzeitsanträge (alleine in Bosnien waren es 4 innerhalb von einer Woche) und prompten Einladungen zum Kaffee...

Bald fliegen wir nach Persien (klingt vielleicht etwas romantischer, als wenn ich Iran geschrieben hätte?) - die Vorfreude auf dieses Abenteuer ist natürlich riesig :-) ...
... doch gerne hätte ich für dich meine osteuropäischen Reiseabenteuer - ja erlebt habe ich in der Tat sehr viel - detailliert in Wort und Bild auf diese Homepage aufgeschaltet, doch musste ich feststellen, dass dies ziemlich viel Zeit beansprucht... und wenn man schon auf Reisen ist, möchte man lieber die Umgebung erkundschaften als sich die Pobacken im Internetcafé wunddrücken...

Abschliessend einen Tipp für alle heiratswilligen Damen oder Dancing Queens, welchen das perfekte Ballkleid noch nicht entgegengetanzt ist:
In Podgorica (Hauptstadt Montenegros, wo sich Boutique an Boutique reiht) und auch in Prishtina oder Peja (Kosovo) wird fleissig geheiratet. So können traumhafte Hochzeits- oder Ballkleider für läppische 100 bis 400 Euro erstattet werden. Bringt aber unbedingt eine stabile Einkaufstüte mit, sonst ergeht es euch wie mir und ihr seid gezwungen kreative Lösungswege zu finden. Stellt euch vor, wie zerknittert mein Ballkleid nun ausgucken würde, hätte mir ein mitleidiger Pizzaiolo nicht eine Pizzaschachtel geschenkt...

Eingestellt von sorella 12:57 Archiviert in Bosnien und Herzegovina Kommentare (1)

E2: Alpenüberquerung

Wie es einem so geht nach einer zehntägigen Alpenüberquerung?
Braungebrannt wie ein richtiger Winnetou, mental erholt, körperlich top fit, an den Füssen blasenfrei und im Geiste quickfidel.

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O.k. jetzt nochmals alles ganz von vorn:

WORUM GEHT'S?

Wir beabsichtigten die Alpen von Süd nach Nord zu überqueren - so weit uns eben die Wege führten. Wir erhofften dies auf möglichst einfache, naturnahe und authentische Art erleben zu dürfen. Deshalb schliefen wir wenn immer möglich direkt unter freiem Sternenhimmel (erstaundlich wie viele Sternschnuppen beobachtet wurden!) mit Zirpentönen und Thymianduft im Gras sowie dem Rauschen der Flüsschen im Ohr. Klingt MEGA oder?

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Hier wird bald eine noble "Suite" stehen.

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... bitte noch etwas Geduld...

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Fertig ist sie, unsre Nobelsuite.

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Wenn wir nicht unter 2'000 m.ü.M. runtersteigen konnten, schliefen wir in bewarteten oder unbewarteten SAC-Hütten, welche natürlich auch ihren besonderen Charme ausstrahlen.

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Eines Abends schliefen wir in diesem v.a. im Innern gefährlich ruinöse "Rustico", welches uns frechen "Vagabunden" eine trockene Nacht schenkte.

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Da wir beide leidenschaftlich gerne kochen, mangelte es trotz der basalen Möglichkeiten (=1 Topf, 2 Plastikteller, 2 Plastiklöffel und 1 Sackmesser) nicht an kulinarischer Abwechslung: Risotto, Pasta (Spaghetti empfiehlt sich nicht!), Polenta, Griess mit Rosinen, ... und gerne hätten wir ein Plätzchen oder Fisch auf einem heissen Stein oder in der Alufolie mit frischen Kräutern gebrutzelt, doch leider konnten die entsprechenden Zutaten nicht beschaffen werden.

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Badezimmer

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Wäscheleine


AUSGANGSPUNKT DER REISE

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Gestartet sind wir im Castelgrande in Bellinzona, dessen Siedlungsgeschichte auf römische und sogar prähistorische Zeiten zurückreicht und Dank diversen Sehenswürdigkeiten wurde Bellinzona im Jahre 2000 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen!

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Locarno mit Blick auf den Lago Maggiore. Dank der 2'300 Sonnenstunden im Jahr ist das Klima äusserst mild, ja sogar mediteran.

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Monte Brè - Was für Schweizerkühe sind denn das?

Im Anschluss ging's ins Verzascatal.


VERZASCATAL

Das Val Verzasca ist zusammen mit dem Centovalli und dem Vallemaggia das bekannteste der Tessiner Täler.

Das wilde Gebirgstal der Verzasca mit seinen alten Dörfern kann die Geschichte des Tessin erzählen: Die Männer zogen als Saisonarbeiter in die norditalienischen oder mitteleuropäischen Industriezentren, die Frauen leisteten zuhause Schwerstarbeit auf Feldern und Wiesen und am häuslichen Webstuhl.

Auswanderungswellen vor allem im 19. Jahrhundert entvölkerten das Tal, das erst heute wieder durch die Besitzer von Zweitwohnungen bevölkert wird.

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Mergoscia - Dorfidyll

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typisches Haus im Verzascatal

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typischer Stall im Verzascatal

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Bauernhaus mit Walsereinfluss

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idyllische Brücke zu einer Mühle im Verzascatal

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eine alte Mühle im Verzascatal

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Schafe oberhalb von Mergoscia (Verzascatal)

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Katze in Corippo (Verzascatal)

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Kuhidyll am Medelserrhein

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Wie flüssige Jade sucht sich das grüne Wasser der Verzasca seinen Weg durch die ausgewaschene Felslandschaft mit ihren wunderbaren Badeplätzen.

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"Steter Tropfen höhlt den Stein" (Verzasca)


WANDERPFADE:

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MANCHMAL...
... brauchten wir für eine 2-stündige Route 5 Stunden, da es u n g l a u b l i c h leckere Früchte in u n g l a u b l i c h e r Zahl zu pflücken gab (Falls diese Pflänzchen nun vom Aussterben bedroht sein sollten, dann erkläre ich mich hier offiziell als Hauptverantwortliche! ;-) )
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Walderdbeeren

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Himbeeren

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Heidelbeeren


BLUMENPRACHT

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Enzian

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"Alparosa, chömn miar in Sinn! pa-ra-pa pa-ra-pa"

ALPIN UND HOCHALPIN

Zwischendurch ging's so richtig in die Höhe und u.a. bis auf den Baronepass auf 2864 m.ü.M.. Bestimmt denkst du, dass da oben die die Aussicht einfach grandios sein müsste, oder? ...

... Hier die Sicht:

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grandioser Baronepass mit kläglicher Sichtweite von ca. 10 Meter

Eine Version ohne Wolken:

Piz Nurschalas: Atemberaubende Sicht über die Urner-, Bündner- und Tessineralpen

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Nein, wir befinden uns nicht in Grönland sondern unterhalb des Baronepasses.

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Gletschersee nahe der Cadlima-SAC-Hütte

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nur noch wenige Schritte trennen uns vom Passo Bornengo 2631 m.ü.M

DIE LETZTEN TAGE...
... verbrachten wir in der Region Tomasee, Oberalppass und wanderten durchs Fellital in Richtung Uri und beendeten unser Abenteuer am Vierwaldstädtersee. Hier die letzten Bilder:

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Eingebettet in einer Mulde liegt der malerische Tomasee, die Quelle des Rheins. Der Platz lädt zum Verweilen ein, sei es auf einem grünem Teppich von Wollgras oder auf einem der vielen grossen Steinen, die sich ideal zum Sonnenbaden eignen.

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Oberalppass

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grandiose Sicht in die Urner Berge

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Sicht von der Fellilücke auf's Fellital (Naturschutzgebiet nahe am Oberalppass)

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Fellital: Sicht von der Treschhütte

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Fellibach: manche wagen ein äusserst erfrischendes Bad im wahrscheinlich eiskältesten Bach(?) der Welt

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Vierwaldstädtersee

Zitat des Tages
"Wenn man nur ankommen will,
kann man mit der Postkutsche fahren;
wenn man aber reisen will,
muss man zu Fuß gehen."

Jean-Jacques Rousseau

Eingestellt von sorella 05:16 Kommentare (1)

E1: In nur 2 1/2 Wochen startet das nächste Abenteuer!!!!

Oh jahhh, das Reisefieber hat mich erneut gepackt!!!

Zitat des Tages
„Alle Reisen haben
eine heimliche Bestimmung,
die der Reisende nicht ahnt.“

Martin Buber

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Der Job ist genkündet, die Wohnung steht beinahe leer und auch der eher mühselige, administrative Krimskrams scheint bezwungen. Leider Gottes entpuppt sich das Abschiednehmen als eine traurigere Angelegenheit als angenommen, ... doch glücklicherweise fällt die Bilanz mit Einbezug aller Umstände dennoch positiv aus. Ja, ein ganzes Jahr soll es dieses Mal schon werden! "Wenn schon" dann "denn schon" hab ich mir gedacht!!

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Hier wird gerade die Tatsache "freiwilliger Schritt in die Arbeitslosigkeit" ehrenvoll zelebriert.

(Die allermeisten Fotos in diesem Eintrag stammen noch aus dem www, da die Reise ja noch nicht angetreten wurde)

DER PLAN

1. Alpenüberquerung
Von Locarno (Tessin, CH) wandern wir über die Alpen, geschlafen und gegessen wird - wenn immer zumutbar - unter freiem Himmel und als Zelt möge uns eine Plane dienen, welche sich je nach Wetter unter bzw über uns befinden wird. Die Vorfreude auf dieses naturnahe Abenteuer ist natürlich riesig!

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Verzascatal mit Blick auf den Lago Maggiore

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Verzascatal

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007 Bungee Jump

2. Balkanerkundung
Per Schienenverkehr gelangen wir nach Zagreb, wo unsere Balkanerkundung startet. Der Balkan ist eine äusserst geschichtsträchtige, sowie kulturell vielschichtige Region, denn viele Völker mischelten hier mit: Griechen, Römer, Slawen, Türken, Österreicher usw... Und von Piraten solle es hier (wie im gesamten Mittelmeerraum) ebenfalls gewimmelt haben!
Gereizt hätte uns bestimmt auch Kroatien, doch nicht während der "überloffenen" Sommermonaten. Eine besondere Augenweide erscheint uns Bosnien-Herzegowina sowie Montenegro und hoffentlich möge die Zeit noch für den Kosovo und Albanien reichen.

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Bosnien - türkisch-ottomanischer Einfluss an der Neretva

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Montenegro - Meded (2287m) mit Crno Jezero (schwarzer See)

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Montenegro - Blick auf Kotor

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Albanien - Burgruine mit Blick auf die Adria

3. Wichtige Ereignisse werden mich für einige Tage in die Heimat locken
Denn Mitte September läuten die Hochzeitsglocken zweier sehr lieben Menschen, weshalb ich mich für ein paar Tage ins Heimatland begeben werde.

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4. Persien
Von Moscheen und Märchen, von Kuppeln und Palästen, vom Zauber des Orients, Paradiesgärten und Poesie bis zu Königen und Zoroastrier. Auf den Spuren einer Hochkultur als wir Europäer noch im Dornröschenschlaf schlummerten.

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Iran - Persepolis

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Iran - Eman Moschee

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Iran - Damavand

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Iran - Esfahan Shah

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Iranische Frauen

5. Nepal
Nepal - Land der Götter, Mythen und Legenden
Auf dem Basis Camp des Mount Everest möchten wir unsere Höhentauglichkeit testen.

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Nepal - Mount Everest

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Nepal - Gebetsfahnen

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Nepal - Royal Chitwan National Park

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Nepal - Sadhu

6. Ägypten
Von Kairo aus werden wir uns eine Feluke schnappen, womit der Nil stromaufwärts besegelt wird. Sollte uns dieses Vorhaben (wegen der zahlreichen Kilometer) doch verleiden, geht's einfach per Eisenbahn weiter. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten interessiert uns natürlich auch das Alltagsleben, die Westwüste mit ihren Oasen, das Rote Meer sowie die Sinaihalbinsel.

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Ägypten - Sphinx-Tempel in Luxor

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Ägypten - Feluke auf dem Nil

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Ägypten - Sphinx Gise

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Ägypten - Sinai

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Ägypten - Sinai

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Ägypten - Abu Simbel

7. Jordanien

Zerfallene, römische Architektur, Schlösser der Kreuzritter, Wüstenoasen, Totes Meer, viele bibelrelevante Sehenswürdigkeiten, ...
... ja in Jordanien gibt es vieles zu entdecken!

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Jordanien - Kloster Al Deir

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Jordanien - Totes Meer

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Jordanien - Rakabat Canyon

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Jordanien - Beduinin zwischen Umm E'iil und Jebel Khazali

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Jordanier

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Jordanien - Überbleibsel vergangener Zeiten

Heimreise
Nach Jordanien muss die Heimreise wegen beruflichen Gründen angetreten werden. Drückt mir bei der bevorstehenden Stellensuche kräftig die Daumen, damit es auch zügig klappt, denn sobald ich eine Zusage hätte, würde die Reise und somit die Berichterstattung aus Südostasien (vermutlich Vietnam, Indonesien sowie Südlaos) weitergeführt werden - kräftiges Daumen drücken lohnt sich also ;-).

REISEFORM
Reisen werde ich je nach Land und den gegebenen Möglichkeiten unterschiedlich. Beinahe überall soll es mit den gängigsten öffentlichen Verkehrsmittel ganz passabel möglich sein. Oft werde ich mit einem "Gspänli" unterwegs sein, manchmal aber auch alleine, was übrigens auch seinen Reiz hat! Je kleiner der Reisetrupp, desto näher kommt man an die heimische Bevölkerung, was für mich von ausserordentlichem Interesse ist.

ICH WÜNSCHE DIR SPANNENDES VERWEILEN AUF DIESER SEITE!

Herzliche Grüsse,
Sorella

Eingestellt von sorella 11:40 Archiviert in Schweiz Kommentare (0)

Laos stellt sich vor

"land of a million elephants"

-17 °C

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spielende Kinder am Song River, Vang Vieng

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Novizen in der Pagode That Luang, Vientiane

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Samlors (Taxi auf drei Räder) Luang Prabang

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Buddhapark in Vientiane

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Die mystische "Tonkrüge" bei Phonsavan.
Wie die wohl dorthin gekommen sind? Warum, wieso und überhaupt!?

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Jeder männliche Buddhist sollte für mindestens 3 Wochen in die Möngchskutte schlüpfen.

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Pha That Luang - DAS Nationalsymbol von Laos, Vientiane

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Wat Pra Bang - einer der zahlreichen buddhistischen Tempel in Luang Prabang.

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Tägliches Schauspiel um Sonnenaufgang: Buddhisten verteilen Essen an Mönche.
(Keine Touristen-Show)

Laos ist noch nicht vom Massentourismus erfasst, dennoch gibt es Besucher: primär Europäer auch einige Amerikaner sowie Australier wurden gesichtet.

Im Vergleich zu Thailand präsentiert sich Laos noch recht verträumt. Selbst in der Hauptstadt Vientiane kommt keine Hektik auf und es geht noch gemächlich zu und her.

Wer das Nachtleben sucht, befindet sich hier im falschen Land, wer Natur und fremde Kultur sucht, schwelge im siebten Himmel.

Da in den Schulen offenbar emsig Englisch gepaukt wird, kann man sich mit den jüngeren Laoten passabel verständigen. Wie überall werden auch nach Laos Gruppenreisen angeboten. Darauf kann man aber gut und gerne verzichten, da das Reisen auf eigene Faust leicht fällt.

Sehenswert sind vor allem Luang Prabang, welches seit 1995 als UNESCO Weltkulturerbe gilt, Vang Vieng mit seinen Höhlen und der romantischen Berglandschaft, sowie Vientiane und eventuell die Steinkrüge (Ebene der Tonkrüge). Wer das ganze Land kennen lernen will, was ich mir spannend vorstelle, kann dafür getrost vier Wochen Zeit einplanen.

Laos ist das am geringsten entwickelte und zugleich rätselhafteste Land unter den drei ehemals französischen Staaten Indochinas. Als der Staat in den 70er Jahren unter einer verheerenden Mischung aus kolonialen Spätfolgen, mörderischen internen Konflikten und sozialistischem Dogmatismus auseinander zu brechen drohte, verliessen nahezu 10% der Bevölkerung das Land, doch nach anderthalb Jahrzehnten Isolierung von der Aussenwelt hat die Nation zurück zum Frieden gefunden. Laos stabilisiert seine politischen und wirtschaftlichen Strukturen und empfängt wieder ausländische Besucher.

Infolge des geringen ausländischen Einflusses können Reisende einen unvergleichbaren Blick auf traditionelle südostasiatische Lebensformen werfen, die sich zwischen den fruchtbaren Niederungen des Mekong-Deltas und den zerklüfteten Höhen der Annamiten bis zum heutigen Tage erhalten haben.

Eingestellt von sorella 14:53 Archiviert in Laos Kommentare (0)

Kambodscha stellt sich vor

Beeindruckende Tempel, einsame Strände, mächtige Flüsse, tiefe Wälder...

... doch nur wenig Touristen.

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Auf dem Zugdach von Battambang nach Phnom Penh.
Mit 20km/h definitiv eine gemütliche Angelegenheit!!!

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Angkor Wat - Mutter aller Tempel
weltweit grösstes sakrales Bauwerk

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Etwas heruntergekommenes "French Colonial style building", Phnom Penh (Hauptstadt)

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Ein ausbalancierter "Lifestyle" - Einkäufe werden vom Markt in Siem Reap nach Hause getragen.

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Schaurig, wie die Gesicher von "Bayon" über den weiten Dschungel thronen.

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"Tomb Raider" Baum - nicht einzig wegen Angelina Jolie weltberühmt.
(kein Witz!!)

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Irrawaddy Delfin
Glückspilz kann sich nennen, wer einen dieser vom Aussterben bedrohten Frischwasserdelfine ausmachen kann.
Kambodianer glauben, dass diese Wasserkreatur halb Mensch und halb Fisch sei.

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Badezeit
Yes, selbst ein Elefantentrek in Mondulkiri steht auf dem Programm!! Ideales Gefährt um "Minority Villigaes", Wasserfälle und Höhlen zu besichtigen.
Man solle sein wertes Pofleisch durch ein Sitzkissen schützen...

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Auch Kambodschas Strände lassen sich sehen!!

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Tonle Sap See mit "floating village".

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Eidechse im Dschungel

Nach Jahrzehnten blutiger Kämpfe, Armut und politischer Unruhen hofft das Land heute, die Wirtschaft durch Tourismus anzukurbeln.

Kambodscha geht auf das einst mächtige Khmerreich zurück, das über weite Teile des heutigen Vietnam, Laos und Thailand herrschte. Von den herausragenden Leistungen der Khmer-Zivilisation zeugen vor allem die grossartigen Bauwerke von Angkor (UNESCO Weltkulturerbe). Keine andere historische Stätte Südostasiens kann sich an Erhabenheit mit dieser antiken Tempelstadt messen. Abgesehen von den Wundern Angkors lockt Kambodscha mit einer reichen und stolzen Kultur, einer charmanten (wenn auch ein wenig verwitterten) Hauptstadt aus der französischen Epoche und der beeindruckenden Schönheit der Natur.

Eingestellt von sorella 14:42 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Vientiane (Laos) stellt sich vor

"Hauptstadt der Millionen Elefanten"

sunny 29 °C

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Damit du weisst, wo ich mich gerade befinde.

Und hier die ersten Schnappschüsse:

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Das "Pha That Luang", eine mit echtem Gold überzogene Stupa ist zweierlei: nationales Symbol für Freiheit sowie wichtigstes religiöses Monument weit und breit.

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Buddhapark - bizzarrer Park voll von Buddha- und Hinduskulpturen in Grossformat.

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In den "Kreuzgängen" des "Wat Si Saket" (ältester noch stehender Tempel in Vientiane) hausen hunderte von kleinen Buddhas in Nischen.

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Dieses dreirädrige Gefährt nennt sich Tuk Tuk.

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Markt in Vientiane

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Wat Inpeng: mit Mosaiken und Holzreliefs verzierte Fassade, Vientiane

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Wat Inpeng, Vientiane

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Ähnlichkeiten mit den Triumphbögen in Paris entdeckt?
Patuxai - "laotischer Triumphbogen"

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Blick von Patuxai

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Präsidentenpalast, Vientiane

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Wat Ho Pha Keo, Vientiane
Hier betete einzig blaues Blut: Privater Tempel von König Setthathirat

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Mekong

Verglichen mit den hektischen Hauptstädten anderer südostasiatischen Länder macht Vientiane eher den Eindruck eines Provinzstädtchens. Es ist vorallem die ganz besondere Atmosphäre hier, die den Ort für viele so anziehend macht. Zu sehen gibt es, ausser Tempeln, wenigen Monumenten, und zum Teil schön renovierten Bauten aus der französischen Kolonialzeit, wenig. Nach all dem “Stress” des Herumstreunens in der Stadt kann man am Abend als Belohnung bei einem leckeren laotischen Tee am Flussufer entspannt den Sonnenuntergang über den Mekong geniessen.
Vientiane war schon um das Jahr 1000 v.Chr. besiedelt. Im 1520 wurde es zur Hauptstadt des Königreichs Lan Xang (“Million Elephanten”) ernannt.

Eingestellt von sorella 12:17 Archiviert in Laos Kommentare (0)

D10Eigentlich wäre für morgen der Rückflug geplant gewesen..

... d o c h 1. kam alles anders und 2. als wir dachten!

Worum geht´s?
Also kurz und bündig: Wir haben uns entschieden, ein Guesthouse zu eröffnen, gedenken also unsere nächsten Lebensjahre hier zu verbringen... Den Flug haben wir bereits annuliert.
Ja, du hast richtig gelesen!
Dies mag für all jene, die uns persönlich kennen ein Schock sein. Doch vielleicht ist dieser Schritt nachvollziehbar. Die Arbeitgeber, Familie und Vereine sind bereits informiert.

Ne, Quatsch mit Kokosnussmilch!
Bist du ¨reingefallen¨?
;-)

Im Moment stecken wir in S i n g a p u r A i r p o r t und vertreiben uns die Zeit mit bummeln, gratis Fussmassage, Uhreneinkauf, leckerster CH-Schokolade, gratis Internetzugang und gratis Kino soll es auch noch geben... (hier scheint in der Tat alles gratis zu sein! V.a. aber wundern wir uns darüber, wie gross ein Flughafen sein kann und wie ungewohnt sauber alles plötzlich wieder ist!

Ich kann es kaum glauben, wie `rutzdibutz` schnell die zwei sooo tollen Monate vergangen sind!
Zuhause soll der sibirische Winter eingekehrt sein!?
Jupiiee - Bretter fassen und ab ins 30 Grad kühlere Winterparadies! Vier Tage zum ´ausjetlaggen´ verbleiben mir noch. Ja, die V o r f r e u d e auf nach Hause ist riesig!! Vorallem freue ich mich auf all die lieben Mitmenschen, Arbeit, Verein, Natur, meine WG-Gespanen, auf Simba & Nala (unsere zwei Stubentiger) und auf richtiges Brot, ja richtiges Brot!

Besten Dank für d e i n e n Besuch auf meiner Hompage!
Während der ersten zwei Monate wurde die Homepage 2501mal angeklickt!

Sorella

Eingestellt von sorella 07:49 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

D9 Ab an den Golf von Thailand!!

Nach den "Strapazen" der Unternehmungen der letzten Wochen und einer kleinen Grippe möchten wir es uns an der "Riviera Kambodschas" gut gehen lassen. Hier lässt es sich gemütlichst ausspannen, köstlichst dinieren und der Blick auf geschwungene Kokospalmen und weisse Standstränden macht ein prächtiges Bild!!

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Kampot - Da wir wiedermal beinahe die einzigen Gäste weit und breit sind, haben wir die gemütliche Terrasse (inkl Bar) für uns alleine.

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Blick von der Terrasse

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Bei dieser Aussicht diniert und träumt es sich traumhaft.

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Shinoukville - Austragungsort des Faulenzens

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Strandleben - mmhh saftig-frische Mangos/Papayas und Ananas für zwischendurch.

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Unglaublich, was einem am Strand angeboten wird: von der Massage, Beinenthaarung bis zu Mani-/Pediküre!


Wenn wir dann doch genug des FAUL-RUMLIEGENS haben, unternehmen wir kleinere AUSFLÜGE...

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... durch den Dschungel zu...

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... einem Wasserfall, welcher total idyllisch im Dschungelgrün liegt.
(Vom Baumstamm lässt es sich lässig ins wohltuend-kühle Nass springen.)
Oder ...

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... per Mietradel zu einer imposanten Höhle.

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Dieses Café wird durch gehörlose Mitarbeiter geführt. Die Bestellung des leckeren Karottenkuchens darf man sich sehr amüsant vorstellen...

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... und anschliessend liessen wir unsere Rücken in der Blindenmassage zum 5. (innerhalb von 2 Wochen!) verwöhnen. Ja, oute mich als grosser Fan dieser Handwerkskunst.

Schnappschüsse der letzten Tage

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Früh übt es sich am einfachsten im Grillenessen.

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Chicken Curry?...

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... oder doch lieber Froschschenkel?

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Schweinetransport

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Frauenhandel?

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Hier wird gerade unser Bus gekühlt!!

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Ja, dies schaut nur aus, als ob Waschlappen an einer Waschleine trocknen würden... Doch es handelt sich hierbei um den Snack "Tierhaut".

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Opferhäuschen, um die Geister gut zu stimmen.

FOTO TAXI FAHRERSITZ DOPPELT BESETZT
(Wegen Schwierigkeiten computerpraktischer Art konnte diese Foto noch nicht aufgeladen werden)
Auf dieser zweistündigen Fahrt (Cambodian Way) kam man sich ungewollt sehr nahe. Sogar der Fahrersessel wurde doppelt besetzt.

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DURIAN - HÄSSLICHSTE FRUCHT AUF ERDEN
„Königin aller tropischen Früchte“ Eine Durian riecht nicht nur schlicht penetrant, nach faulen Eiern oder altem Limburger Käse. Nein, die Geruchsvergleiche sind zum Teil literarisch viel kräftiger. Eine Durian riecht:
„ wie faule Zwiebeln“
„ wie ein verstopfter Abwasserkanal“
„ wie eine ungepflegte Toilette“
„ wie eine nicht geleerte Biotonne“
„ wie französische Eiercreme, die durch einen Abwasserkanal getrieben wurde“
„ wie zerstampfter Knoblauch, vermischt mit mediterranem Käse und gewürzt mit Armee-Socken“
„ wie eine Frucht, die man drei Wochen in einem Plastikbeutel in der Sauna vergessen hat“
„ wie die Windeln eines Babys, das vor zwei Wochen Durchfall hatte und nicht versorgt wurde“.

Eingestellt von sorella 01:56 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

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