Reise blog von Travellerspoint

H2 - Im "one million star hotel"

Siwa Oase - Western Desert (Sahara, Aegypten)

80km vor der lybischen Grenze oder 20 Kameltagesritte von Kairo entfernt, umhuellt vom weltweit allergroessten Sandmeer(!) und somit sprichwoertlich am "Po" der Welt, inmitten von hunderttausenden Frucht- und Olivenbaeumen, Dattelpalmen, zahlreichen erfrischenden Quellen,... ja wahrhaftig in einem Garten Eden. Maenner eingehuellt im Beduinengewand, Wasserpfeifen rauchend, Tee trinkend und philosophierend, Buben auf Eselkarren sitzend und Frauen in Burkagewand eingehuellt transportierend. Zahlreiche verkommene Lehmhaeuser, Fruechtehaendler... oder ganz einfach: "in einer anderen Welt"!
Ein Ort, der sprichwoertlich wegen seiner Abgeschiedenheit (die naechste Nachbarstadt liegt ganze 300km entfernt) erst kuerzlich vom Dornroeschenschlaf erwacht ist (bzw. gerade erwacht!) und somit seine einzigartige Berberkultur - die uns derart in den Bann zieht - erhalten konnte!

Dennoch ist diese magische Oase ein erstaunlich geschichtstraechtiger Ort:
Niemand anderes als "Alexander der Grosse" zog sich hier ins sagenumwobene Orakel zurueck auf der Suche nach Inspiration fuer wichtige Entscheidungen und im Jahr 2007 soll hier (der mit 3 Mio. Jahren) aelteste menschliche Fussabdruck entdeckt worden sein!

Ja, hier in diesem Ambiente und im Hotel "Cleopatra + Yousef" gastieren wir und erfreuen uns tagtaeglich der freundlichen Menschen, lauschen der hiesigen Musik (inkl. Eselgestoehn und Muezzingesang!), trinken Kaffee und Tee und ...
... und schwelgen in den Freuden des vergangenen Ausflugs, der uns ins "one million star hotel" fuehren sollte:
Vor zwei Tagen lernten wir Achmed , einen jungen abenteuerlichen Berber kennen. Dieser chauffierte uns im 4x4-Pickup durch die Sahara... und zwar nicht um die steilsten Duenen herum, sondern moeglichst frontal rauf und hinten wieder runter - eine wirklich adrinaloese Achterbahnfahrt!! Auf diese abenteuerliche Weise kurvten wir duch abwechslungsreiche Wuestenlandschaften, entdeckten expeditionsartig idyllische Oaeschen mit erfrischenden Kalt-/Warmwasserquellen und stiessen auf Fossilien, versteinerte Korallenriffe und schliesslich sogar auf einen 1m-langen, versteinerten Urfisch!!!
(Die heutige Sahara lag einst tief auf dem Meeresgrund bis das Nass ueber die Jahrtausende langsam austrocknete und so Nordafrika zu einer Kornkammer mutierte, welche Aegypten waehrend dem Zeitalter der Pharaonen zur Hochbluete verhalf.)
Vor einer der groesseren Duenen schluerften wir zu Ehren eines traumhaften Sonnenuntergangs am Lagerfeuer einen zuckersuessen Berbertee und naechtigten alsbald im "one million star hotel" (=unter freiem Himmel) bevor uns Gesang, Trommelmusik und Tanz in den Schlummerschlaf wog...

unser one million star hotel - ein weiterer Traum erfuellt

unser one million star hotel - ein weiterer Traum erfuellt


one million star hotel - das Schlafzimmer

one million star hotel - das Schlafzimmer


Sahara das groesste Sandmeer der Welt

Sahara das groesste Sandmeer der Welt

Gesteinsformen der Wueste

Gesteinsformen der Wueste


1-Meter langer versteinerter Urfisch und diesen entdeckten wir im Nichts der Sahara

1-Meter langer versteinerter Urfisch und diesen entdeckten wir im Nichts der Sahara


heisse Quellen im Wuestennichts

heisse Quellen im Wuestennichts

Das grosse Sandmeer - einfach gigantisch

Das grosse Sandmeer - einfach gigantisch

Achmed der Wuestenrowdy mit seinem super 4x4-Jeep

Achmed der Wuestenrowdy mit seinem super 4x4-Jeep

Rueckblick in die Wueste

Rueckblick in die Wueste


Achmeds Gefaehrt

Achmeds Gefaehrt


Oasengruen in Mitte der Sahara

Oasengruen in Mitte der Sahara


Spuren im Sand

Spuren im Sand


Zubereitung eines zuckersuessen Beduinentees

Zubereitung eines zuckersuessen Beduinentees

traumhafter Sonnenuntergang in der Siwa Oase

traumhafter Sonnenuntergang in der Siwa Oase


auf in Richtung Dattelpalmenplantage - ach wie lecker...

auf in Richtung Dattelpalmenplantage - ach wie lecker...

Dattelpalmenmeer der Oase Siwa

Dattelpalmenmeer der Oase Siwa

cleopatra bath - in diesem Nass erfrischen sich einzig Pharaoninnen und sorella...

cleopatra bath - in diesem Nass erfrischen sich einzig Pharaoninnen und sorella...

Alltagsbild in der Siwaoase

Alltagsbild in der Siwaoase

Alltagsbild in Siwa - Burkafrauen auf Eselskarren

Alltagsbild in Siwa - Burkafrauen auf Eselskarren


Farbe und Stickerei der Burka verraten wichtige Details ueber die Frau: Zivilstand, Alter und Anzahl Kinder

Siwa Downtown

Siwa Downtown

Eselkarren - taegliches Erscheinungsbild

Eselkarren - taegliches Erscheinungsbild

Das alte Siwa - heute nur noch aus Ruinen

Das alte Siwa - heute nur noch aus Ruinen

Nein nicht St. Moritz sondern Sahara

Nein nicht St. Moritz sondern Sahara

Eingestellt von sorella 07:20 Archiviert in Ägypten Kommentare (0)

H1 - Alexandria - Stadt der Antike

Spaet abends in Alexandria angekommen stiessen wir Glueckspilze ein weiteres Mal auf eine spezielle Unterkunft. Nie haetten wir es fuer moeglich gehalten, mitten in der Nacht (und waehrend der Hochsaison!) ein mehr als nur akzeptables Nachtlager ergattern zu koennen: Ein monstroeses und zugleich sauberes Suiten-Apartement fuer laeppische EP75.- (Euro 5.- pro Nase und Nacht) an der Strandpromenade - einfach genial!

Und auch unsere gewiss schon ausreichend verwoehnten Gaumen konnten von den hiesigen Fischspezialitaeten einfach nicht genug bekommen. Das Etablissement "Kadoura" sowie die Confiseure seien in diesem Zusammenhang waermstens empfohlen! :-)

Natuerlich vermochte die Kaffee- und Teekultur der Alexandrianer unsere Herzen in gewinnender Weise in den Bann ziehen. (Maennliche) Einheimische scheinen tagein tagaus Kaffee oder Tee trinkend und natuerlich Wasserpfeiffe rauchend auf ihren Stuehlchen sitzend Backgammon oder Domino spielend ueber die Wichtig- und Nichtigkeiten des Lebens zu philosophieren und...
... Touristen sind bei diesen sozialen Freuden herzlich willkommen! Dabei erwaermt das mediterrane Ambiente die Gemueter in wohliger, herzlicher Art und Weise.

Welcome to Egypt

Welcome to Egypt


Welcome to Alexandria

Welcome to Alexandria

Bibliothek von Alexandria

Bibliothek von Alexandria

Fassade der Bibliothek Alexandria mit allen bekannten Schriftarten der Welt

Fassade der Bibliothek Alexandria mit allen bekannten Schriftarten der Welt

aegyptisches Fruehstueck - Falafel Brot und tuerkischer Kaffee

aegyptisches Fruehstueck - Falafel Brot und tuerkischer Kaffee

... so wird ein richtiger Kaffee gebrueht

... so wird ein richtiger Kaffee gebrueht

mediterranes Flair an der Uferpromenade in Alexandria

mediterranes Flair an der Uferpromenade in Alexandria

Nein nicht Beirut sondern Alexandria - da naechtigen wir

Nein nicht Beirut sondern Alexandria - da naechtigen wir

Jedes zweite Auto in Aegypten ist ein Taxi

Jedes zweite Auto in Aegypten ist ein Taxi

Kadoura - das angeblich leckerste Fischrestaurant ganz Aegyptens... mmmhhh

Kadoura - das angeblich leckerste Fischrestaurant ganz Aegyptens... mmmhhh

Fischers Fritz fischt frische Fische... und sorella und fratello liessen es sich schmecken...

Fischers Fritz fischt frische Fische... und sorella und fratello liessen es sich schmecken...


Brotverkaeufer in der Altstadt

Brotverkaeufer in der Altstadt

Maenner beim Sozialisieren - Kaffee trinken und viel reden

Maenner beim Sozialisieren - Kaffee trinken und viel reden

Hintergrundinformationen zu Alexandria

Alexandria scheint wegen ihrer Geschichtstraechtigkeit und ihren Legenden aus allen Naehten zu platzen!!!:

- Niemand anders als Alexander der Grosse gruendete 331 B.C. diese Hafenstadt an dieser strategisch wichtigen Lage

- Der grosse Leuchtturm im alexandrischen Hafen zaehlte zu den 7 antiken Weltwundern

- Wichtigste Stadt neben Rom und Athen in der antiken Zeit

- Kleopatra erkor Alexandria zu ihrem Thronsitz und flirtete mit den maechtigen Kaisern in Rom! (Die Legenden sind euch vielleicht bekannt)!

- Selbst Napoleon setzte waehrend seinen Eroberungszuegen Fuss in Alexandria

- Die grossartige Bibliothek von Alexandria verfolgte das Ziel, das gesamte Wissen der antiken Welt in der ersten Volksbibliothek zu sammeln. So wurde jedes eingehende Schiff auf Manuskripte untersucht und alle wichtigen Schriften kopiert. Leider ueberlebte nur eine von insgesamt 700'000 Werken das von (vermutlich) Caesar gelegte Feuer.
Wohl in diesem Zusammenhang konnten bahnbrechende Entdeckungen gemacht werden:

  • Euclid entwickelte hier die Lehren der Geometrie
  • Aristardus machte die bahnbrechende Entdeckung, dass sich die Erde um die Sonne dreht
  • Erastothenes errechnete den Erdumfang sowie deren Durchmesser

Eingestellt von sorella 07:12 Archiviert in Ägypten Kommentare (0)

G4 - In steter Begleitung eines dooooofen "Kaefers"

Bis vor 10 Tagen fuehlten wir uns noch wunderpraechtig, doch dies aenderte sich abrupt, als sich dieser absolut doooofe "Kaefer" in unseren Magengegenden bemerkbar machte. So verbrachten wir ploetzlich halbe Naechte auf dem Klo, fuerchteten Busfahrten (hier dauern diese fuer gewoehnlich eher ganze als halbe Tage!) und fanden uns sogar bewegungsunfaehig auf dem Dschungelboden liegend, hoffend, ja betend, dass sich keines der hier frei lebenden Wildtiere (Koenigskobra, Nashoerner, Tiger!) unserer Seelen interessieren moege... Gluecklicherweise wussten wir uns in dieser misslichen Lage in professioneller Begleitung eines Dschungeltrekkingguides, welcher uns tatkraeftig und gekonnt unterstuetze.
Nach den aufregenden Tage im Chitwannationalpark (und in treuer Begleitung unserer Leiden) zog es uns nach Lumbini, dem Geburtsort von Buddha, wo man per chinesischem Eingaenger (altertuemliche Version) genuesslich durch eine weitreichende Gartenanlagen von Tempel zu Tempel radeln kann. Diese Region ist sichtlich gepraegt von indischer Kultur und Lebensstil - kein Wunder, befanden wir uns doch nur 5km vor der indischen Grenze. Dieser Abstecher ermoeglichte uns somit Einblick in eine weitere Facette des so vielfaeltigen Nepals. Eine 11-stuendige Busfahrt (sorgenfrei dank Imodium) fuehrte uns anschliessend zurueck ins Kathmandu-Valley nach Patan, einer praechtigen Koenigsstadt, wo wir uns inmitten hunderter Stupas, Tempel und Palaeste wiederfanden.

Bevor wir bereits in vier Tagen nach Kairo weiterfliegen (ja, die 6 Wochen in Nepal sind unglaublich rassig an uns vorbeigesaust!), goennen wir uns nach all der Strapazen der letzten 1.5 Wochen noch ein paar ruhige Tage in Kathmandu. Hier entdeckten wir ein "Ashram" mit einem richtigen Yogi, welcher uns gekonnt in die Lehren der Meditation und des Yogas einfuehrt. Dieses fuer uns neue Gebiet ist in der Tat eine spezielle und spannende Erfahrung..., wenn auch erstaunlich intensiv, da wir offenbar die einzigen Interessenten sind und somit sehr intensiv betreut werden.

Ja, unsere Tage in Nepal sind (fuer den Moment zumindest) gezaehlt - schade, denn es gaebe noch ganz viel Spannendes zu erleben. z.B.
- als rockig-coole Motorradfahrer durch die Taeler duesen (hier braucht man keinen Fuehrerschein!)
- mehrtaegige bis -woechige Schlaubootsfahrt durch verlassene Flusstaeler
- mehrtaegiger bis -woechiger Trek in luftige Hoehen der Mounteverest-Region
...

Ihr seht, Nepal ist eines der Laender, welches uns zu tiefst beeindruckt hat.

Buddhanath Stupa in Kathmandu

Buddhanath Stupa in Kathmandu


Buddhanath

Buddhanath


Gewuerzhandel in Patan

Gewuerzhandel in Patan

Tempelanlage in Suednepal

Tempelanlage in Suednepal

nepalesische Kopfbedeckung

nepalesische Kopfbedeckung

mit Blick auf den Himalaya

mit Blick auf den Himalaya


Blumen und Flamme

Blumen und Flamme

darf es scharf sein....

darf es scharf sein....

Reisanbau auf nepalesisch

Reisanbau auf nepalesisch


alte Koenigsstadt von Patan

alte Koenigsstadt von Patan

Patan

Patan


nepalesische Ravioli - Momo

nepalesische Ravioli - Momo

Dhal Bath - das Nationalgericht und unser taeglicher Begleiter

Dhal Bath - das Nationalgericht und unser taeglicher Begleiter

Eingestellt von sorella 03:08 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

G3 - Auf der Faehrte des Tigers und Co. !!

Chitwan Nationalpark

Kaum zu fassen!!! Erst noch vor einer Woche befanden wir uns nur wenige Kilometer vor der tibetischen Grenze und froren uns im Himalaya sprichwoertlich (trotz adaequater Kleidung) die Pobacken ab (vgl Eintrag G2). Jetzt - nur 100 Kilomoter suedlich - lauschen wir genuesslich dem Regenwaldkonzert des Chitwan Nationalparks!!
Richtig wilde Nashoerner und selbst einige wenige Tiger und Flussdelfine soll es in diesem Nationalpark geben...

Auf der Faehrte des Tigers

Auf der Faehrte des Tigers

Bengalischer Tiger

Bengalischer Tiger


(Foto stammt aus dem www)

Ja!!! Die letzten Tage gestalteten sich ganz und gar nach unserem Gusto. Wir trafen auf super nette (traditionell lebende) Menschen und fanden ein Doppelzimmer fuer Euro 2.- die Nacht a la Garten Eden (leider nicht ganz so die Bettlaken...) und sind erquickt ueber die Idylle von Sauraha.

Hier zwei drei Eckdaten ueber Sauraha, damit du dir ein Bild machen kannst ueber das taegliche Geschehen:

Lage: Sauraha liegt direkt am River "Rapti" (der Fluss ist das Eingangstor zum Nationalpark) im Sueden Nepals, nur 40 km vor der indischen Grenze
Einwohner: ca. 500 Menschen, 50 Elefanten, (yes, richtig gerechnet: jeder 10. Einwohner ist ein Elefant!!), zahlreiche weitere Pfoten- und Huftiere (Gaense, Huehner, Hunde, Bueffel, Pferde usw.)
Verkehrsmittel: Wasserbueffel-/Pferdekarren, einige Motorraeder, einige Safarijeeps, Einbaeume

Hier um dieses Ambiente stellten wir uns ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammen - sprich Tierbeobachtungen im Regenwald in allen nur erdenklichen Variationen:
- zweitaegiger Treck durch das Dschungeldickicht (unglaublich wie viele Blutegel einem so um die Beine kriechen!!)
- gemaechlig (und erstaundlich "rumplig") auf dem Ruecken eines Dickhaeuters
- oder ganz bequem im Einbaum auf dem Fluss "Rapti" (... vorbei an zahlreichen Krokodilmaeulern ;-) )

Als absoluten Hoehepunkt entpuppte sich das Elefantenbaden mit einer Elefantendame! Neckisch und gleichwohl genuesslich bespritzten wir uns gegenseitig mit Wasser und abschliessend durfte ich die liegende Elefantenkuh noch mit einem Stein massieren, waehrend diese sogar die Augen schloss - wirklich eine tolles Erlebnis!!

ein waschechter Tiger

ein waschechter Tiger


Einbaum-Kapitaen auf dem Fluss

Einbaum-Kapitaen auf dem Fluss

Auge in Auge

Auge in Auge

Arbeitsvorbereitung eines Elefanten

Arbeitsvorbereitung eines Elefanten


Elefanten im Raptiriver

Elefanten im Raptiriver

Elefantenbemalung

Elefantenbemalung

elephant bathing ein besonderes Erlebnis

elephant bathing ein besonderes Erlebnis

Jeder Elefant hat seinen eigenen Fuehrer

Jeder Elefant hat seinen eigenen Fuehrer


knackiger Po

knackiger Po


Morgenstimmung am Raptiriver, Chitwan Park

Morgenstimmung am Raptiriver, Chitwan Park

Nebelschwaden im Urwald

Nebelschwaden im Urwald

Sonnenuntergang ueber dem Chitwan Park

Sonnenuntergang ueber dem Chitwan Park

so ein Prachtskerl

so ein Prachtskerl

Und endlich da sind die Nashoerner

Und endlich da sind die Nashoerner

Bambi

Bambi


Wildschweine

Wildschweine


einer der kleinen Dschungelbewohner

einer der kleinen Dschungelbewohner


Zimmergenossin

Zimmergenossin

huebsche Dame

huebsche Dame

knackiger Po2

knackiger Po2

Urwaldstimmung im Chitwan Park

Urwaldstimmung im Chitwan Park


Lastentreager

Lastentreager

Lastentraegerinnen im Dschungel

Lastentraegerinnen im Dschungel

unser Taxi

unser Taxi

Wasserbueffel bei der Arbeit

Wasserbueffel bei der Arbeit

eingeladen zum Abendbrot bei Einheimischen im Lehmhaus

eingeladen zum Abendbrot bei Einheimischen im Lehmhaus


Lastentraeger in Kathmandu

Lastentraeger in Kathmandu


unser Taxifahrer und sein Gefaehrt

unser Taxifahrer und sein Gefaehrt

]Tata - indischer Lastwagen

Tata - indischer Lastwagen


wie wir fanden diese Gesellen keinen Platz im ueberfuellten Bus

wie wir fanden diese Gesellen keinen Platz im ueberfuellten Bus

Lumbini der Geburtsort Buddhas

Lumbini der Geburtsort Buddhas


Kopfmassage in Lumbini

Kopfmassage in Lumbini


Lumbini am Abend

Lumbini am Abend

vietnamesischer Tempel in Lumbini

vietnamesischer Tempel in Lumbini

Eingestellt von sorella 19:46 Archiviert in Nepal Kommentare (2)

Good News!!

P.S.1 Fratello wird im Januar ein weiters Mal Onkel!!

P.S.2 ... und Sorella im Juli das erste Mal Tante!

P.S.3 ... und wir fuehlen uns beide juenger, als du vielleicht vermuten moegest! ;-)

Eingestellt von sorella 19:44 Kommentare (1)

G2 - himalayische Annapurna-Umrundung

Ein 18-taegiger Treck durch zauberhafte Gebirgswelt

Mit Sack und Pack und grosser Begeisterung auf unser juengstes Abenteuer fuhren wir in Richtung Besi Sahar (Zentralnepal) zum Ausgangspunkt unseres Annapurnatrecks. Der Annapurna ist ein riesiges Bergmassiv, welches sich aus mehreren 6000 bis 8000 Meter hohen, imposanten Bergkolossen zusammensetzt. Diese zu Fuss zu umrunden war unser Ziel.

Einige Eckdaten
Start: Besi Sahar, 820 m.ue.M
Hoechster Punkt: Thorung La Pass, 5416 m.ue.M.
Ende: Jomsom, 2720 m.ue.M.
zurueckgelegte km: 150
Anzahl Blasen: 1
empfohlene Trinkmenge pro Tag und Person: 4 bis 6 Liter!

In Besi Sahar angekommen, schnallten wir unsere Rucksaecke und stellten die neu gekauften Trekkingstoecke auf unsere Masse ein. Die ersten Tage durchstreiften wir noch wunderschoene, ja sogar tropische Landschaftszuege mit saftiggruenen Reisterrassen und Bambusgehoelz, bis sich die Umgebung nach und nach immer hochalpiner gestaltete.
Immer wieder erfreuten wir uns dem uns entgegenschreitenden Fuss- und Pfoten-Volk nepalesischer und tibetischer Herkunft. Auf unserem Pfade, welcher sich durch tiefe Schluchten zwaengte, durchstreiften wir kleine Doerfer, die den Anschein erweckten, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Die Guesthouses, in welchen wir gastierten, waren zumeist recht sauber und simpel eingerichtet. DOCH denke ja nicht, dass du im November auf ca. 3'500 m.ue.M. ein Nachtlager mit Heizung erhaeltst; nein, es kann sich um einfachste Bretterbuden handeln, in manchen Faellen mit bis zu 1 cm breiten Ritzen in den Waenden. So koennt ihr euch bestimmt vorstellen, wie angenehm einem der eisige Himalayawind um die Nasenfluegel pfeift. Ab 3'500 m.ue.M. koennen eingefrorene sanitaere Anlagen durchaus zum taeglichen Brot zaehlen...

Die Urspruenglichkeit und Unberuehrtheit dieser einzigartigen Bergwelt und die noch recht traditionell lebende Bevoelkerung liessen unserer Herzen immer wieder in wundersamer Weise erzuecken. Erstaunt waren wir doch, welch buntes Wandervolk der Annapurnamythos anzulocken vermag: vom hippigen Alt-68er Trio, auf der Suche nach Spiritualitaet und Liebe, zum immer noergelnden Sprachgenossen bis zum karriereverbissenen Quartett, welches tagtaeglich zu jeder (Futter-)Pause professionell gefuehrte Seminare abhielt.

Gott sei Dank gab es von unserer Seite kaum Symptome der Hoehenkrankheit zu beklagen - wohl lag es am hohen Knoblauch- und Ingwerkonsum (funktioniert wirklich!!!) sowie wegen dem Beachten der 300-Meter-Regel (ab 2'500m.ue.M. sollte man gegenueber der Vornacht nicht hoeher als 300m naechtigen). Bestimmt koennt ihr euch dennoch vorstellen, wie schwerfaellig es sich atmet, wenn man nur noch den halben Sauerstoffgehalt zur Verfuegung hat!!!

Nach all den "Strapazen" goennten wir uns zu guter Letzt einen Rueckflug von Jomsom nach Kathmandu mit der sogenannten "Royal Nepal Airlines" (die Konkurrenz heisst “Yeti Air” bzw. “Buddha Air”). Mit dieser “blaubluetigen” Airline durften wir das spektaktulaere Bergpanorama im Schnellflug von einer neuen Perspektive bewundern. Doch wer haette geahnt, dass dieser in die Jahre gekommener Oldtimer einzig 15 Gaeste (inkl. Stewardess) fassen wuerde und der Pilot ganze fuenf Jahre weniger zaehlte als unser laermiges, zweipropellrige Flugvehikel...

Zitat des Tages
„Steigst du nicht auf die Berge,
so siehst du auch nicht in die Ferne.“
Fernöstliche Sprichwörter

Reisfelder nahe Besi Sahar

Reisfelder nahe Besi Sahar


Sonnenuntergang auf den <br />Manaslu (8162 m)

Sonnenuntergang auf den
Manaslu (8162 m)


Stupa in Upper Pisang

Stupa in Upper Pisang


Annapurna II (7937 m)

Annapurna II (7937 m)


Sicht auf Annapurna II

Sicht auf Annapurna II


Tibeter in Manang

Tibeter in Manang


Yak in Letar (4300 m)

Yak in Letar (4300 m)


Gletschersee in Manang (3500 m)

Gletschersee in Manang (3500 m)


Gangapurna (7454 m)

Gangapurna (7454 m)


Thorung La Pass 5416m - hurra geschafft

Thorung La Pass 5416m - hurra geschafft


Jharkot im Bezirk Mustang

Jharkot im Bezirk Mustang


taegliche Begegnung

taegliche Begegnung


Rueckflug nach Kathmandu mit Royal Nepal Airlines

Rueckflug nach Kathmandu mit Royal Nepal Airlines

Eingestellt von sorella 22:37 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

G1 - Namaste Nepal!

Wir sind in Nepal angekommen!!

Anderster koennten diese 2 Laender - der Iran und dieses kleine, wunderschoene Himalayaland - glaub's kaum sein!!

... Doch gluecklicherweise konnten wir uns bereits schon ein bisschen anklimatisieren.
Die treffensten Adjektive fuer Kathmandu sind wohl: laut, schmutzig und etwas "touristenverdorben'... Es erscheint uns alles als ein spannender Mix zwischen Indien und Tibet verschmolzen mit Nachwehen der 1960er/70er Jahre, als die Hippies aus Europa und Nordamerika die "Freakstreet" (so heisst die Haupttouristenstrasse Kathmandus wirklich!!) bevoelkerten!
Wir erfreuen uns tagtaeglichen der anderen Nahrung, Sehenswuerdigkeiten, Menschen, Kultur usw. - einfach mega!
Die Strassen sind unglaublich lebendig: viel (auch einheimisches) Fussvolk, hupende Fahrraeder, Ridschkas, Motorraeder, Kleinwagen, Gemuesehaendler, die ihre Holzkarren stossen, stinkige Abfallhaufen, allerlei Getier und die mit ihnen verbundenen Duftessenzen, tausende Faehnchen in tibetischen Farben, bunte Anzeigetafeln, Bars, Verkaufsstaende, zig Pagoden, Tempel, Stupas, Gebetsnischen mit Kerzenmeer, Raeucherstaebchen, Moenche, buddhistische Gebetsmuehlen, und und und... die Fotos schauen sich bereits auf dem Fotokamaradisplay atemberaubend an!

Seit gestern Abend stecken wir in intensiven Vorbereitungen fuer den naechsten Hoehepunkt: Ins Annapurnamassiv bis auf 5417 m.ue.M. soll es gehen - die Vorfreude auf diesen (ca.) dreiwoechigen, angeblich fantastischen Trek ist natuerlich riesig... So ging's heute richtig nepalesisch auf Shoppingtour (was echt ein Erlebnis ist!), um uns hochalpin einzudecken. Nicht schlecht staunten wir ueber die hervorragende Qualitaet der ergatterten Schnaeppchen: 2 Paar Wandersocken, 2 Spezialtrinkflaschen (angeblich bruch- und gefrier- und kochsicher), 1 Traveltowel, 2 Paar Wanderstoecke, Sonnenmilch, Lippenstift inkl. Sonnenschutz, Iodintabletten (um jegliches Wasser in Trinkwasser zu verzaubern), grosse Tasche, 1 Paar Handschuhe, 2 Paar Thermounterwaesche, ein Daunenschlafsack und das fuer Euro 180.- !!
Jetzt fehlt uns nur noch das Trekkingpermit sowie die 4 Passfotos dafuer, eine Wanderkarte und eine Moeglichkeit unser Restgepaeck zu verstauen. All dies wird der morgige Tag bestimmt klaeren.
(Tipp fuer zukuenftige Nepalreisende: Hier kannst du dich komplett hochalpin mit Markenprodukten wie "North Face", "Mammut", (...) ausruesten. Damit du dir ein Bild machen kannst, hier einige Beispiele: Ruckesaecke fuer Euro 20.-, Stirnlampen fuer Euro 6.-, Walking-Stoecke fuer Euro 5.- und Winterschlafsaecke fuer Euro 35.- ... Natuerlich handelt es sich dabei um die "gefakte" Version, erstaundlicherweise erschien uns die Qualitaet durchaus passabel. Dennoch entschieden wir uns fuer heimische Produkte in Topqualitaet im aehnlichen Preissegment.)

Drueckt uns kraeftig die Daumen fuer die naechsten Wochen, (damit der Trek nicht wegen Hoehenkrankheit abgebrochen werden muss. Keiner von uns beiden hat bisher derartig luftige (bzw. sauerstoffarme) Hoehen erklommen.)

Also,
alles, alles Gute und bis in ca. drei Wochen...
sorella & fratello

Einige Schnappschuesse

Hindukerzen

Hindukerzen


Fruechtehaendler in Kathmandu

Fruechtehaendler in Kathmandu


Gebetsmuehle in Kathmandu

Gebetsmuehle in Kathmandu

tibetischer Tempel inmitten Kathmandu

tibetischer Tempel inmitten Kathmandu


Lastentraeger in Thamel Kathmandu

Lastentraeger in Thamel Kathmandu


Butteroelkerzen Kathmandu

Butteroelkerzen Kathmandu

Eingestellt von sorella 08:43 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

F15 - Fazit Iran

Vergiss alle gaengigen Vorurteile gebenueber diesem Land (Politik und Bevoelkerung sind hier zwei Paar Schuhe), verwechsle es auch nicht mit Medienberichten aus dem Irak, Pakistan oder Afghanistan und dir wird es wie uns ergehen:
Du wirst die zahlreichen 1.-Klass-Sehenswuerdigkeiten lieben (du hast sie fuer dich alleine), erstaunt sein ueber Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft (welche uns Europaeer dunkelst in den Schatten stellt), wirst herzliche und freundliche Begegnungen geniessen und das Land schliesslich in bester Erinnerung verlassen!!
Ganz ehrlich, diese (im Moment) unentdeckte Reisedestination sei jedermann/-frau waermstens empfohlen!! Iran erlebten wir (ausser den in F13 umschriebenen Zwischenfaellen) als ein ausgesprochen sicheres Reiseland - grundsaetzlich vermutlich sicherer als Zentraleuropa.
Hier noch einige Eckdaten:
Während der 5 Wochen verbrachten wir...
... 30 Stunden (1380km) im Langstreckenbus
... 22 Stunden (1440km) im Zug
... 7 Stunden (610km) in Savaris (Sammeltaxis)

Kurzstreckenfahrten in Metro, Bus, Savari, Taxi oder auf dem Motorrad haben wir nicht einkalkuliert.

خداحافظ
Khoda Hafez Iran!

Minarette im Abendlicht von Shiraz

Minarette im Abendlicht von Shiraz


Gespraechsfuehrung im Iran

Gespraechsfuehrung im Iran


In der Wueste Kaluts im Suedosten Irans

In der Wueste Kaluts im Suedosten Irans


Moschee in Esfahan

Moschee in Esfahan


Imam Khomeini Moschee in Esfahan

Imam Khomeini Moschee in Esfahan


Moschee in Esfahan

Moschee in Esfahan


Bazargewimmel in Kashan

Bazargewimmel in Kashan


Azadi-Tower, Tehran

Azadi-Tower, Tehran


einflussreiche Religionsfuehrer

einflussreiche Religionsfuehrer

Achmedinejad - unbeliebter Landesgenosse

Achmedinejad - unbeliebter Landesgenosse


no comment

no comment

traditionelles Dorf

traditionelles Dorf

Persepolis - die persischen Anfaenge

Persepolis - die persischen Anfaenge

Moschee in Kerman

Moschee in Kerman

Koranschule in Shiraz

Koranschule in Shiraz

Hafezmausoleum in Shiraz

Hafezmausoleum in Shiraz

Blick von einem Hausdach ueber Yazd

Blick von einem Hausdach ueber Yazd


Wasserpfeifen paffen in Esfahan

Wasserpfeifen paffen in Esfahan

Kraeutereinkauf

Kraeutereinkauf

Eingestellt von sorella 12:39 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F14 - Kohldampf!!!

Nach den Strapazen mit unseren Maegen verspürten wir natuerlich einen riesigen Nachholbedarf an fester Nahrung. Wie es der Zufall so wollte, trafen wir gestern auf einen alten Weggefaehrten, der uns prompt eine leckere Dinier-Destination waermstens an Herz legte. Der Taxichauffeur, welcher uns zu diesem Lokal chauffierte, war eine gelungene Mischung aus persischem Hippie und John Travolta, der sich (und fratello!) waehrend der Fahrt mit einem ueblen, penetrant-riechendem Duftwaesserchen vollspritzte - und dies natuerlich nur, wenn er nicht gerade an seinem hippen Mobiltelefon hing... Zudem droehnte er uns mit abgefahrenstem Farsi-Sound zu, so dass wohl auch der Fahrzeughalter vier Wagen hinter uns noch im richtigen Takt mitschwingen haette koennen. Am anderen Stadtende von Yazd (Zentraliran) angekommen, standen wir leider vor abgeriegelter Restauranttuere, Scheibenkleister dachten wir uns... Doch bereits 30 Sekunden spaeter erbarmte sich ein junger, sympathischer Motorradfahrer unser, der uns doch prompt zum Abendessen einladen wollte. Diese grosszuegige Geste mussten wir aber dankend ablehnen, da wir für einen weiteren langen Abend einfach zu muede waren. Dankend nahmen wir hingegen sein zweites Angebot an - eine achterbahnartige Spritztour auf seinem etwas zu kleinen Honda (wir waren ja auch zu dritt), welche uns zurueck ins Stadtzentrum voll durch die (oder zwischen und rundherum!) Rush Hour zu seinem Kollegen fuehrte, welcher zufaelligerweise Restaurantinhaber war. Andere wuerden im Disneyland fuer einen derartigen Adrenalinkick ein Unvermoegen hinblaettern... and we got it for free... ohh YES!
Im Restaurant angekommen, wurden wir durch ein Chicken Kebab, Salat, Reis und Sodas verwoehnt und ein weiteres Mal konnten wir es nicht fassen, dass der Kassier trotz intensivem Bitte-Gebettel unsererseits unsere iranischen Rials (Geld) einfach nicht annehmen wollte.
Die unglaubliche Gastfreundschaft im Iran zeigte sich wieder einmal von ihrer grosszuegigen Seite!!

der Adrenalinkick

der Adrenalinkick


hier gabs fuer einmal KEIN Kebab

hier gabs fuer einmal KEIN Kebab

Eingestellt von sorella 07:53 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F13 - Maenner nehmt euch in Acht!

eine fuchsteufelswilde sorella

Westliche Frauen seien (im Gegensatz zu Einheimischen) alle grundsaetzlich freizuegiger Natur und richtig heissbluetig - ein Bild, das Hollywoods Filme vermitteln wuerden und die Mullahs schuerten. Dies zumindest erklaerte uns ein maennlicher Iraner - nach einem meiner Zwischenfaelle.
Ganze drei Herren aus Yazd durften naemlich in drei unterschiedlichen Situationen auf unangenehme Weise erfahren, wie eine sexuell bedraengte sorella fuchsteufelswild reagieren kann, gegen Weichteile kickt, Ohrfeigen austeilt, offene Wasserflaschen nachwirft und lautstark beschimpft, bis diese erschrocken, ja geschockt und veraengstigt im Turbogang das Weite suchen (muessen).
Spannend fanden wir auch die Reaktion der Iraner, welchen ich meine drei unangenehmen Geschichten erzählte. Diese verurteilten ihre Land- und Geschlechtsgenossen und schaemten sich fuer diese sichtlich bis ueber beide Ohren. Wir erfuhren, dass ueberfuehrte Uebeltaeter hier durch Peitschenhiebe oeffentlich gebrandmarkt würden - ein Gesichtsverlust mit schlimmen Folgen; Vergewaltiger erwartet die Todesstrafe.
Also Maenner aus Yazd
nehmt euch in Acht!!

Vielleicht koennen diese Zwischenfaelle durch folgende Umstaende erklaert (nicht aber entschuldigt!) werden:
Geschlechtertrennung im oeffentlichen Leben ist omnipraesent, so dass sogar Ehepaare in Moscheen oder Bussen in getrennten Bereichen sitzen oder die Kleinsten getrennte Schulbaenke druecken. So koennen in Savaris (=Sammeltaxis) die umstaendlichsten Platztauschmanoever beobachtet werden, damit ja nicht Ungleichgeschlechtliches nebeneinander sitzt. Ein kultivierter Iraner sollte (im oeffentlichen Bereich zumindest) weder mit einer Landesgenossen (oder Touristin) schwatzend "ertappt" werden und jegliche Koerperkontakt vermeiden (z.B. Haendeschuetteln), und dies v.a. dann, wenn diese in maennlicher Begleitung ist. Vorehelicher Kontakt in jeglicher Form scheint staatlich unterdrueckt zu sein.
Doch wie soll so ein respektvoller Umgang miteinander erlernt werden?

Gespraechsfuehrung im Iran

Gespraechsfuehrung im Iran


Eingang in eine Moschee fuer Maenner

Eingang in eine Moschee fuer Maenner

Eingang in die selbe Moschee...

Eingang in die selbe Moschee...

Maenner sitzen vorn Frauen in den hinteren Reihen

Maenner sitzen vorn Frauen in den hinteren Reihen

Zitat des Tages
„Das Reisen hat seine Gefahren
wie alles andere; wer sie nicht in Kauf
nehmen will, muss zu Hause bleiben
oder die grosse Linie halten.“

Theodor Fontane

Eingestellt von sorella 07:12 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F12 - Zurueck in die Vergangenheit (mit unangenehmen Folgen)

Meymand

Einwohner im Sommer: 60
Einwohner im Winter: 130
m.ue.M: 2240m
Mitglied von UNESCO Weltkulturerbe

"This mosque is about 180 years old", erklaerte uns ein Schnauzbart. "It's the newest building in the village!"
Willkommen in Meymand, Suedostiran!!

Seit 3'000 Jahren wird dieses Dorf ununterbrochen bewohnt, anfangs vermutlich von Sonnenanbetern. Das Dorf besteht aus 2'500 in den Felsen gehauenen Hoehlen verteilt auf 406 Hoehlenwohnungen. Wegen Abwanderung in die zivilisierte Welt stehen viele davon jedoch leer. Meymand aehnelt dem tuerkischen Cappadocia - mit dem kleinen Unterschied, dass es beinahe touristenfrei ist. Am Verhalten der Einwohner ist dies auch sichtlich spuerbar (weder touristenmuede noch -verdorben). Wir mieteten uns eine dieser Hoehlen, mischten uns zurueckhaltend unter die Einwohner und fuehlten uns schwubsdibubs als fast "waschechte", ueberglueckliche Hoehlenbewohner.

Hoehlenfrass

Natuerlich fragten wir Schleckmaeuler uns, was bei Hoehlenbewohnern so auf dem Speiseplan steht. Saebelzahntigersteak oder Mammutkeule konnte es ja kaum sein ;-).

Damit ihr euch ein Bild von der uns vorgesetzten Mahlzeit machen koennt, hier das Rezept:

Man nehme:
1/3 Suppenteller Oel mische es mit 2/3 Suppenteller vergorener Milch (Iraner lieben diese "Leckerei" ebenso wie die Mongolen), fuege ein paar Kraeuter, etwas Zwiebel, Knoblauch und Salz hinzu.
Aufkochen, ruehren, fertig!

Zugegeben, die Suppe sah ebenso unappetitlich aus wie sie auch mundete. Doch aus purem Anstand und ganz nach dem Motto "In Rome do what Romans do" assen wir das Sueppchen brav und beinahe vollstaendig auf. (Wir wurden etwas beobachtet)
Vielleicht sei manchmal etwas weniger Anstand weise, denn innert Kuerze sah einer von uns beiden sprichwoertlich nur noch Sternchen und lag den halben Nachmittag flach. Das Abendessen gestaltete sich zu unserer Freude recht schmackhaft, wenn auch aehnlch schwerverdaulich wie die am Mittag heruntergewuergte Suppe. Am Folgetag beklagten dann beide Maegen - ach wen wundert's - groebere Verstimmungen, die uns noch einige Tage treu begleiten sollten...
(Wir waren an allen nur erdenklichen Stellen undicht... und all dies nur wegen dieser "herrlich daemlichen" Suppe!!

Unsere Hoehle in Meymand

Unsere Hoehle in Meymand


Meymand - das Hoehlendorf

Meymand - das Hoehlendorf


Unsere Hilfe beim Mandelknacken

Unsere Hilfe beim Mandelknacken

Eingestellt von sorella 09:08 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F 11 - Gastfreundschaft von Herzen

Auf der siebenstuendigen Busfahrt zur naechsten Kleinststadt (Sirjan, Suedostiran) hatten wir genug Zeit, um den vergangenen Abend mit Javad (Eintrag F 10) genussvoll revuepassieren zu lassen und dabei in dem fuer uns unfassbaren Glueck zu schwelgen - Danke Javad!!
Nie haetten wir es fuer moeglich gehalten, dass uns schon heute eine neue, bleibende Begegnung erwarten wuerde!

Etwas muede und wissend nur eine Nacht in diesem Stadtchen zu verbringen, waren wir nicht mehr sehr waehlersich und kehrten gerade im ersten Guesthouse ein. Der erste Eindruck bot ein eher bedenkliches Bild (keiner von uns beiden ist von heikler Natur):
Das spartanisch-zusammengeschusterte Zimmer, die steinharten Bettlaken und der etwas schmuddelige Innenhof vermochte uns ebenso wenig "aus den Socken zu katapultieren" wie der Anblick der sanitaeren Anlagen. Gemeinschaftsduschen /-WCs stoeren uns greundsaetzlich nicht, zumal wir oft die einzigen Gaeste sind, ... aber was kann man schon fuer US$ 4 pro Nase im Doppelzimmer erwarten?

Ja, was kann man fuer US$ 4 erwarten?

Doch schon bald fanden wir uns in einer witzigen Unterhaltung mit dem lieben Reza (Guesthouseinhaber), seinem Sohn und Neffen wieder. Drei Teetassen spaeter wurden wir freundlich - wir, dass uns nichts Boeses erwarten wuerde - in Rezas uralten Karosse gelotst und wurden mit einer Spritztour zur schoensten Sehenswuerdigkeit der Stadt (einem Eisturm) chauffiert... und natuerlich wieder zurueck zum Guesthouse.
Wer haette dies fuer moeglich gehalten?

Ja, wer haette es fuer moeglich gehalten, dass wir uns nur zwei Stunden spaeter im Hause einer Schwester von Reza befinden wuerden? Aehnlich wie am Vorabend sassen wir auf einem Perserteppich in einer wildfremden Wohnung und nahmen ein koestleichen Mahl zu uns. Um die 10 Verwandte von Reza sassen um uns herum, waren uns nicht nur wohl gesinnt, sondern behandelten uns mit groesstem Respekt und aeusserst zuvorkommend. Waren wir im falschen Film? Nichts wirkte gekuenstelt oder kitschig sondern einfach nur echt - kaum zu glauben!

Nicht nur die Tatsache, sondern v.a. die Art und Weise wie man von Iranern aufgenommen wird, imponiert und beruehrt uns immer wieder. In den vergangenen 3 1/2 Wochen erlebten wir Iraner als ausgesprochen gesellig, kultiviert, aufrichtig und wohlwollende Menschen. Enge Freundschaften, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft scheinen sehr wichtig zu sein - zumindest erleben wir dies Tag fuer Tag so!

Zurueck aber ins Wohnzimmer unserer Gastgeber.
Zu unserem Erstaunen klingelte es an der Haustuere immer wieder bis wir von ca. 30 Bruedern, Schwestern, Cousinen, Cousins, Neffen und Nichten umgeben waren. Stets und nicht weit von uns entfernt der sichtbar stolze Reza. Uns ist nicht abschliessend klar, ob all die Menschen wirklich wegen uns den Weg hierhin auf sich nahmen... eigentlich war es uns auch egal, denn es wurde herzhaft gelacht, freudig (orientalisch) getanzt (auch von Maennern) und ein bisschen Wasserpfeife gebafft. Erstaunt waren wir auch, wie eng alle aneinanderkauerten, obwohl es an Platz nicht mangelte.

Nach einer kurzen Nacht (wir lagen erst um 1:30 in unseren "Nagelbetten"), fuehrte uns der etwas uebernaechtigte Reza nicht wie vereinbart zur Savaristation (Savari = Sammeltaxi), sondern in sein Haus, wo wir mit seiner engsten Familie (5 Personen) mit frischem Fladenbrot, Honig, Wallnuessen, Ziegenkaese... und natuerlich Chai (vor/waehrend/nach) verkoestigt wurden.
"Wann kommt ihr wieder zurueck nach Sirjan zu unserer Famlie? Bleibt doch noch laenger bei uns..."

... Ja, was kann man schon fuer US$ 4 erwarten?

Gaumenfreude bei Rezas Familie

Gaumenfreude bei Rezas Familie

Stimmung bei Reza

Zitat des Tages
"Wer zu Hause nie
einen Wanderer aufgenommen,
merkt erst in der Fremde,
wie rar Gastgeber sind."

Chinesisches Sprichwort

Eingestellt von sorella 08:28 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F10 - Vom Museumswaerter eingeladen!

Wie bereits im Eintrag F9 erwaehnt, machten wir im Gartenpalast eine ganz besondere Begegnung mit Javad, dem Waechter einer wunderschoenen Gartenpalastanlage, welcher uns gerade zum Abendbrot einlud. Auf dem Weg zu seinem Haus kaufte er (wir durften nicht bezahlen) bei einer Metzgerei ein ganzes Haehnchen, welches innert Kuerze vor unseren Augen fachmaennisch in seine Einzelteile zerhackt wurde. Zuhause angekommen, blieben die Schuhe richtig arabisch vor dem Hause liegen und sogleich wurden wir von seiner Familie herzlich empfangen. In der Tat, eine Einladung bei einer iranischen Familie ist fuer Reisende wie uns sprichwoerlich das Hoechste aller Gefuehle. Hurtig wurde uns Platz in der Stube angeboten, natuerlich wie sich's gehoert auf einem riesigen Perserteppich und luftigweichen Kissen, welche in grosser Zahl vorhanden waren. Schon vom ersten Moment an fuehlten wir uns pudelwohl.

Javad und seine Famlie leben in einem kleinen, alten und etwas verkommen Haus, aber die Herzlichkeit, welche diese Menschen ausstrahlten, gaben diesen vier Waenden den fehlenden Glanz zurueck. Unterdessen war bereits schon 21:00 und uns knurrte doch schon gewaltig der Magen. Fuer das langersehnte Mahl wurde ein grosses Tischtuch auf dem Boden ausgebreitet und innert kuerzester Zeit nahm das "Tischlein-deck-dich" seine wunderbare Gestalt an: Ananassaft, Fruechte, Chai (vor/waherend und nach), Chicken Kebab (ungeheim leckerer als die tuerkische Version), eine riesige Schuessel Langkornreis und zur farblichen Abrundung eine wunderbare Salatplatte. So, nun hiess es "Achtung, fertig, los" und die Gaumenfreude startete...

Wir koennen es kaum in Worte fassen, welch Gastfreundschaft wir in diesem Land bereits erlebt haben. Es wird einem sprichwoertlich das letzte Tuch gereicht. Auch Javad scheute keinen Aufwand:

- Uns wurden bequeme Hauskleider angeboten
- auf dem Hinweg fuehrte er uns haendchenhaltend und stolz ueber die Strasse
- einen Flecken von einem Granatapfelspritzer auf meinem Uebergewand wusch er hoechstpersoenlich aus (mir war diese Arbeit nicht gestattet)
- immer wieder polsterte er unsere Sitzkissen
- Javad bedankte sich x-mal, dass wir seine Einladung annahmen und bekraeftigte eben so oft, was fuer gute Menschen Europaeer waeren
- im Taxi auf dem Nachhauseweg fuhr er die ersten 200 Meter mit (warum wissen wir nicht), nur damit er wieder zuruecklaufen konnte.

Nur ein Angebot konnten wir unmoeglich annehmen: Obwohl es ihn ein Vermoegen gekostet haette, bestand er wie immer nachdruecklich darauf, dass ich meine Eltern anrufe wuerde, um diese ebenfalls einzuladen(!) und um zu bekraeftigen, wie gut es uns in seinem Land geht.
(Die Minute kostet ca. US$ 4, bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von US$ 250 ist dies definitiv ein horrender Betrag!)

Nach diesem grossartigen Erlebnis waren wir einfach nur noch platt - Danke Javad!!

Javads Museum

Javads Museum

Chicken-Kebab... auf die Plaetze fertig los

Chicken-Kebab... auf die Plaetze fertig los

Javads Familie

Javads Familie


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Nachtrag vom 24. Oktober 2009
Wer haette dies fuer moeglich gehalten: Offenbar konnte es unser lieber Javad nicht lassen. So lud er sorellas Eltern per Telefon zu sich nachhause in den Iran nach Shiraz ein!! Vielleicht koennt ihr euch denken, wie hocherfreut sorellas Mama dieses unerwartete und gleichwohl herzliche Telefonat entgegennahm! Grenzenlose Gastfreundschaft!!! DANKE JAVAD! Also Mama sorella und Papa sorella, auf und davon!!

Eingestellt von sorella 07:50 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F9 - Ein Freudentag

1. "Im Department of Aliens Affairs"

Witzig aber wahr - doch so nennt sich hier der Ort, wo wir und eine Hand voll afghanische Immigranten unsere Visas verlaengern versuchten! Dieses Mal (2. Versuch) fielen unsere Bemuehungen sogar erfolgreich aus - jupieehhh, was fuer eine Erleichterung! (Ueber das Schicksal der Afghanen koennen wir leider nichts berichten, aber hoffen natuerlich ebenfalls auf guten Ausgang.)

Fuer uns Glueckspilze dauerte die gesamte Prozedur nicht einmal eine Stunde - wir hoerten von weniger priviligierten Reisenden, die gar keine Verlaengerung erhielten oder auf den einen 2 cm breiten Stempel eine ganze Woche warten mussen und somit defacto ungewollt gestrandet waren!!

2. Herzlich eingeladen

Beim Besuch eines wunderschoenen Gartenpalastes der Zandperiode in Shiraz wurden wir von Javad - einem Angestellten - angesprochen, erfuhren seine Ansichten ueber die politischen Verhaeltnisse hierzulande (was uebrigens immer wieder eine spannende Erkenntnis ist) und wurden im Hinterzimmer mit im Palastgarten gedeihenden Bitterorangen, Granataepfeln und Trauben verkoestigt. Der hospitable Angestelle setzte noch einen drauf und lud uns gerade noch zum Abendbrot im Kreise seiner Liebsten ein - ein Hoehepunkt auf jeder Reise! (vgl Bloggeintrag F10)

3. Ein Millionengeschaeft
Hast du schon einmal einen Einkauf im Wert von einer Million getaetigt? Wir zwei "Neureichen" kauften uns je eine schnittige Brille fuer total Rials 1'760'000.- - pas mal!
(=US$ 176)

sympathischer Optiker und eine Passantin die uns spontan einen Nachmittag begleitete

sympathischer Optiker und eine Passantin die uns spontan einen Nachmittag begleitete

Eingestellt von sorella 07:34 Archiviert in Iran Kommentare (0)

F8 - Schwierige Angelegenheit im Iran

Es ist doch kaum zu glauben, ...

... doch manchmal macht es den Anschein, dass jedes 5. Gebaeude eine Bank sei und trotz deren Haeufigkeit ist Geldwechseln fuer erstaunlich viele Banken ein unbekanntes Terrain und nimmt somit seine Zeit in Anspruch. Schlimmer noch, seit dem Slogan "War on Terror" und dem US-Embargo werden weder EC-, Kredit- noch Travelcashkarten akzeptiert, da alle Visa-/ Mastercardabwicklungen ueber die USA - dem "Land der unbegrenzten Moeglichkeiten"(!) - laufen.
Was bedeutet dies fuer einfache Backpacker wie uns? C a s h in ausreichender Menge m i t b r i n g e n , denn unsere Plastikkarten sind hier vollkommen wertlos. Das mitgebrachte Geld sollte man sprichwoertlich in Socken, Unterhosen, Kaugummipaeckchen, Bauchtaschen und Geldguertel verstecken oder in Gepaeckstuecke einnaehen... und schliesslich beten... , damit es auch ohne Tellerwaschen fuer fuenf Wochen reichen moege... (Angst wegen Diebstahl braucht man keine zu haben, denn organisierte Kleinkriminalitaet lohne sich - solange nur so wenige Touristen das Land besuchen - nicht.


Frischgebackene Millionaere

Wer hier US$ 100 wechselt, erhaelt eine zentimeterdicke Schnitte Geldscheine (natuerlich findet sich auf jedem "Fetzen" Papier das finstere Gesicht Ayatollah Khomeinis - dem verstorbenen geistlichen Revolutionsfuehrer des Landes) und darf sich dank des inflativen Wechselkurses (US$ 1 = Rials 10'000) zur "wohlbetuchten" Gruppe neureicher Millionaere hinzugesinnt fuehlen.

(O.k., ganz so beunruhigend wie unter Mugabes Simbabwe ist die inflative Lage natuerlich nicht. Vor drei Jahren durften wir dort ebenso ergriffen wie Sir Livingston die Victoriafaelle bestauenen. Wir verspiesen eine Suppe im "Wert" von 9'000'000 simbabwischen Dollars. Schlimmer noch, in der selben Woche liess Mugabe drei Nullen streichen - einfach so!)

Eingestellt von sorella 09:37 Archiviert in Iran Kommentare (3)

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