Reise blog von Travellerspoint

Von diesem Autor: sorella

Viel Spass beim LESEN!

Danke für das rege Interesse allerseits: Bis am 12.02.2012 wurde diese Homepage 65'911mal angeklickt!

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sorella & fratello

Eingestellt von sorella 03:12 Kommentare (0)

M9 - Paradies gefunden!

Ngapali, 18 Busstunden oder 45 Flugminuten nordwestlich von Yangon

sunny

Die letzten 4 Reisetage wollten wir an einem von Idylle und Charme geprägten Ort verbringen. In einem kolonialen Gebäude mit grosser Veranda lassen wir uns nieder und möchten uns von den "Reisestrapazen" erholen. Der "Liegestuhl" ist ein bisschen unbequem, die Aussicht entschädigt aber für diese Unannehmlichkeit.

Unsere Hotelempfehlung:
www.lagunalodge-myanmar.com/10.html

Idylle vor dem Sturm

Ein einsamer Sandstrand erstreckt sich kilometerlang bis zum Horizont, ein Ochsenkarren zuckelt vorbei, und die Sonne versinkt in einem farbenprächtigen Schauspiel im Meer. Frauen, die Holz und andere Lasten auf dem Kopf am Strand entlang transportieren, und Bootsleute , die ihre Boote flicken, gehören ebenso zum Bild wie die Mönche in ihren Roben: Ein Ort, der noch nicht den ausländischen Besuchern vorbehalten ist, sondern auch Lebensraum der armen Bevölkerung geblieben ist.
Wie froh wir sind, Myanmar noch v o r der politischen Öffnung bereist zu haben, denn Ngapali stehen grossen Veränderungen bevor. Mit der politischen Öffnung droht Ngapali (wie so vieles in diesem Land) überrannt zu werden. Überrannt von Investoren, westlichen Einflüssen, vom Tourismus... Hotelketten wie Sheraton, Hilton und Four Seasons werden ihre Hotelkomplexe bauen, werden die noch einsamen Palmstrände zupflastern. Mit all dem Beton wird die Idylle in nostalgische Ferne rücken. Ach wie schade, jammerschade!
Bestimmt wird sich die Infrastruktur verbessern. Hierüber dürften sich Einheimische freuen: Bald werden die Ochsenkarren auf der neuen, nicht mehr maroden Hauptstrasse vorbeikarren können.
Wir hoffen, die bevorstehenden Veränderungen mögen hier nicht auf dem Buckel der heimischen Bevölkerung vonstattengehen.

Urlaub vom Urlaub
Zurück aber ins Jetzt. Wir liegen unter den Palmen, lauschen den Wogen. Endlich finden wir Zeit zum Lesen. Wie durch ein Wunder stolpert sorella auf ihre Lieblingsautorin - welch ein Genuss. Abends essen wir Tiger Prawn (Riesencrevetten) oder frischen Fisch, weniger preiswert als sonst, vielleicht US-Dollar 3 pro Mahlzeit. Nein, wir möchten uns nicht beklagen. Wir tauschen uns mit Mitreisenden aus, schliessen nette Bekanntschaften. Morgens gibt's ausnahmsweise heimisches Frühstück: richtiges Körnchenbrot und richtigen Kaffee - welch willkommene Abwechslung! Die Hotelleitung ist deutschen Ursprungs.

Langsam sollten wir uns mit Gedanken von Hause auseinandersetzen, neigt sich doch unsere 6-wöchige Reise dem Ende zu.
Wir fragen uns, wie eisigkalt sich wohl -10 Grad anfühlen. Zuhause halte der sibirische Winter Einzug! Selbst Heizkörper sollen explodiert sein! Sicherheitshalber wollen wir in unsern Backpacks noch ein paar Sonnenstrahlen mitschmuggeln, damit wir der Temperaturdifferenz von 40 Grad(!) nicht erliegen mögen! Wir freuen uns auf Familien und Freunde, andere Kleider, auf klinischere Bedingungen, auf sauberes Leitungswasser... und Schokolade. Wir träumen vom Duty-free in Bangkok: Schokoladenträume werden wahr...

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eine Piste, ein Flughafengebäude - bald im Paradies angekommen

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Ngapali Beach - Myanmars schönster Strand

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Laguna Lodge Ngapali - unser Zuhause am feinen Strand

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unsere Veranda mit offenem Blick aufs Meer

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die Veranda - sinniere und geniessen

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Ochsenkarren am Strand

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die Fischer von Ngapali

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frischer Fisch

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Mönche am Strand

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unser erster Sonnenuntergang in Ngapali

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unser zweiter Sonnenuntergang in Ngapali

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unser dritter Sonnenuntergang in Ngapali

Eingestellt von sorella 22:30 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M8 - Einbeinruderer und schwimmende Gärten

Inlesee

sunny 24 °C

Der Inlesee ist der zweitgrösster See des Landes: 22km lang, 11 km breit. Die Bevölkerung lebt pfahlbauartig a u f dem See, lebt vom Fischfang, als Bauern oder als Handwerker. Sorella wollte doch schon immer mal ne Zeitreise zu den Pfahlbauern machen! Ach wie spannend! Mit offenen Augen und Herzen staunen wir über das natürliche Treiben auf dem See, in den Dörfern, in den Kanälen und am Ufer. Wir fühlen uns willkommen.
Auf dem See gibt's natürlich auch diverse Stupas, selbst ein Kloster, in welchem die Mönche Katzen dressiert haben. Für die wenigen Touris (und Brekkies) springen diese durch Reifen. Die Fischer sind vor allem wegen ihrer speziellen Rudertechnik berühmt: Auf den schmalen Booten balancierend, schlingen sie einen Fuss um das Ruder und bewegen es im Stehen. So bleibt die andere Hand zum Fischen frei. In der Morgendämmerung ergibt dies wunderprächtige Fotos! Bauern kultivieren ihre Tomaten(...) auf den "floating gardens" (schwimmenden Gärten). Was es nicht alles gibt!
Empfehlen möchten wir auch einen Marktbesuch. Hier verkauft die Hilltribe-Bevölkerung ihre Wahre, reges Treiben.

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typisches Pfahlbauhaus

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Einbeinfischer

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Fischertochter mit Thanaka make-up

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Einbeinfischer Inlesee

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Fischer auf dem Inle See

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Handwerkerin

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schwimmender Markt

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keine Strassen

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Aus dem Stiel Lotuspflanze wird ein Faden hergestellt

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Eine Zigarre wird gerollt.
Lackwaren im Hintergrund

Eingestellt von sorella 21:44 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

unerreichbar!

Entschuldigt uns, dass eure Emails seit ueber einer Woche unbeantwortet bleiben.
Am Willen liegt's nicht: Seit ueber einer Woche scheinen yahoomail und hotmail (...) zensuriert zu sein. Zudem funktionieren unsere Mobiltelefone gar nicht und fuer Skype (Onlinetelefonie) reicht der Speed nicht aus.

lieber Gruss
sorella und fratello

Eingestellt von sorella 22:20 Archiviert in Myanmar Kommentare (1)

M7 - Goldenes Dreieck, Festivitaeten und...

... ein Exkurs in die Vergangenheit

sunny 24 °C

BLUME DES TODES
Vor wenigen Jahren noch erblühten weite Berghänge im rot-weissen Blumenteppich. Kaum waren die Blütenblätter abgefallen, begannen die heimischen Bergbauern die nussgrossen Mohnkapseln mit scharfen Klingen aufzuritzen. Heraus trat eine weisse Flüssigkeit, die sich später in eine braune, klebrige Masse verwandelte. In ihren Händen hielten die Bauern Rohopium. Die jährliche Produktion deckte 92% der weltweiten Nachfrage.
Heute sei Afghanistan in dessen Fussstapfen getreten und das neue Goldene Dreieck konzentriere sich mehr auf die Gemüseproduktion (und die Herstellung von Metamphetamintabletten). Offenbar wurde 2010 dennoch 580 Tonnen Rohopium im Wert von US$ 177 Millionen (illegal) exportiert...
... und genau in dieser Ecke befinden wir uns aktuell.
Kulturelle Unterschiede zu Restmyanmar und ein My mehr Reichtum stachen uns bald ins Auge. Wir beobachten kaum mehr landestypische Longyis (Hosenröcke), spontanes Zuwinken und herzliches Zulächeln (Freudestrahlen) von Passanten wird rarer. Spürbar ein anderer Wind weht uns entgegen.

FESTIVITAETEN
Von Glück gesegnet stolperten wir bereits am ersten Abend in das New Years Festival. Tausende Menschen diverser Ethnien trafen sich mit uns(!) im Fussballstadion zu einem bunten Jahrmarkt mit Konzert, Feuerwerk, Glückspielen, Festwirtschaft und allem, was dazugehört. An der Tombola hätten wir beinahe ein Tuktuk (dreirädriges Taxi) gewonnen :-).
Wir interessierten uns aber mehr für den Wasserbüffelmarkt, wo wir uns im Handeln mit heimischen Bauern versuchten. :-)

ZURUECK IN DIE VERGANGENHEIT
Zusammen mit einem netten, französischen Päärchen unternahmen wir quelques excursions avec un guide in abgelegene Täler. Dort besuchten wir intakte (!) Hilltribevillages. Ihr Lebensstil erinnerte uns an jene der der Pfahlbauern. Ach wie spannend!!! Jedes Dorf der verschiedenen Ethnien pflegt ihren unikaten Lebensstil mit eigenen Trachten, Bräuchen usw.
In einem Dorf stolperten wir prompt in Hochzeitsvorbereitungen.

RESTRICTED AREA
Morgen geht’s per Flugi zum nächsten Highlight. Lieber wären wir Überland gereist zusammen mit der heimischen Bevölkerung in einem Oldtimerschüttelbus, eingepfercht zwischen Hühnern und anderem Getier oder gerne auch auf dem Dach auf dem aufgespannten Gepaeck. Offenbar sei die Region noch nicht unter Kontrolle; Paramilitärs packten immer wieder das Kriegsbeil aus. Mehr vermute ich, dass die Regierung die Kontrolle über Opiumproduktion/-handel nicht in westlichen Händen sehen möchte. Uns betrifft dies alles wenig: Viele Wege führen nach Rom.

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"You are safe with us" - was für eine Slogan!

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Hochzeitsvorbereitungen im Hilltribevillage

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Indische Rupien aus dem Jahr 1904(!!) als Beschützer von Geistern

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Reisfelder

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Wasserbüffel und Reisfelder

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so wird Reisschnaps gebrannt

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auf dem Wasserbüffelmarkt von Kengtung

Neujahrsfestival

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von Hand betriebenes Karussell auf dem Jahrmarkt

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Militär - passiv anwesend

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mmhhh... getrocknete Maden

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Mmhh... Innereien

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getrocknete Schweinehaut

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Frischfleisch auf dem Markt

Eingestellt von sorella 22:17 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M6 - Ayeyarwady, eine 12-stündige Schiffsfahrt und...

... traurige Erkenntnisse.

sunny 29 °C

Eine Trishawfahrt führte uns um 5:30 in der Früh an den improvisierte Bootssteg des Ayeyarwadyhafens. Ein verhältnismässig frischer Start in den Tag. Auf dem Taxifahrrad frieren wir wie junge Hunde.
Es erwartete uns eine 12-stündige Schifffahrt auf einem Oldtimerschiff flussaufwärts von Bagan nach Mandalay - oh 12 Stunden inkl. Sonnenauf- und Untergang. Die Fahrt gestaltete sich erstaunlich monoton. Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen, Zeit für regimkritische Literatur, Zeit, die eintönige Landschaftszüge zu beobachten. Sichtlich viel zu viel Abholzung wurde bereits betrieben. Immer wieder sehen wir Transportschiffe vollbeladen mit Teakholz. Wir wundern uns darüber, erkundigen uns.

Ausgeblutetes Land
Teakholz sei ein Edelholz, ein Hartholz, termitensicher und deshalb heissbegehrt. Neben Gas und Edelsteinen zählt es zu den Top-Exportprodukten. Abnehmerländer seien v.a. China aber auch Thailand. Im Schnitt verlasse alle 9 Sekunden ein mit Tropenholz beladener Lastwagen das Land. Katastrophale, irreparable Auswirkungen auf Flora und Fauna. Gehandelt werden auch Bärentatzen, Rhinozeroshorn, Tigerkrallen, Elefantenpenisse. Wir erfahren von Edelstein- und Frauenhandel. Das Land wird schonungslos ausgebeutet, ausgepresst wie eine Zitrone.
Wer davon profitiert? Einige Wenige, die sich damit schnittige Autos kaufen, in Villen leben, in Pools schwimmen, obwohl es an Trinkwasser mangelt. Ihre Kinder werden in Singapur skularisiert, während 50% der Bevölkerung sich keinen Schulabschluss leisten kann. All die Irrungen und Wirrungen lassen uns die Pelzhaare zu Berge stehen. Wir erleben die Energielücke im eigenen Land. Einige Staudammprojekte seien bereits umgesetzt worden, weitere sind geplant. Zu dessen Zweck mussten Reisbauern oft ihr Agrarland hergeben, wurden ihrer Lebensgrundlage berraubt. OK, als Kompensation erhielten Reisbauern immerhn US-Doller 10.- pauschal... Was für eine Farce! Dennoch sitzen sie abends im Dunkeln. Der Strom war nicht für enteigneten Reisbauern gedacht. Er fliesst ins Ausland, soll die Energielücken anderer, reicherer Länder füllen. Alleine im Süden Myanmars am Fluss Thanlwin sind 15 Staudämme geplant. 15 Staudämme?! Wir fragen uns, warum nicht in eine verbesserte Infrastruktur investiert wird. Während der 12-stündigen Schifffahrt von Bagan nach Mandalay (ca. 250 km) passieren wir gerade 2 Brücken, beide wurden während der Kolonialzeit von den Briten erbauen.
Zurück zu den 15 Staudammprojekten: Ob die Chinesen und Thailänder an Fischtreppen denken, damit Flussbewohner die Schneisen überwinden können? Von den weltberühmten Ayeyarwadydelfinen die es einst zu Tausenden gab, haben wir keinen Einzigen gesehen, obwohl sie als gesellig gelten... Weshalb? Wir fragen gar nicht nach... Wir haben genug gehört und gelesen.

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Sonnenaufgang über dem Ayeyarwady

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auf der Schiffsbrücke

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der 2170 km lange Ayeyarwady - ein gewaltiger Strom

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Fischerfamilien am Flussufer

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Unmengen von Teakholz werden sehr günstig nach China und Thailand exportiert

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alter Flussdampfer

Eingestellt von sorella 21:18 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M5 -mit Pferdekutsche und Drahtesel zu den Pagoden von Bagan

sunny 27 °C

Die Pagoden von Bagan bildet schlechthin das architektonische Highlight Myanmars. Auf einer Fläche von "Manhatten Island" stehen mehr Pagoden als Kathedralen in ganz Europa! Jeder birgt seine eigene Geschichte/Legende, seinen unikaten Baustil... manche sollen auch Reliquien von Buddha enthalten oder sind mit Fresken verziert. Einige werden noch aktiv von Gläubigen genutzt. Natürlich spürt man den inneren Drang, möglichst viele Pagoden zu entdecken und natürlich möglichst die Sehenswertesten. Wo soll man starten, wenn es um die 4400 Pagoden sein sollen? Bei dieser Qual der Wahl bekommt man echt Rosinen im Kopf!
Am ersten Tag entschieden wir uns für einen heimischen Guide, der uns auf seiner Pferdekutsche von Pagode zu Pagode führte. Am zweiten Tag wechselten wir auf zwei gemietete Drahtesel, was sich über die staubigen Pfade als sich nicht minder interessantes Vorhaben entpuppte :-).
Wir genossen die Augenweiden über die wundersame Landschaft, vorbei an Pagoden, Ochsenkarren, masslos überladenen Oldtimergefährten.

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Ochsenkarren in Bagan

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grösster Tempel in Bagan

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Shwezigonpagode in Bagan - echtes Gold

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Bupaya Stupa - Bagan

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Frauen unterwegs in der Tempelanlage von Bagan

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mit der Pferdekutsche unterwegs

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Bagan

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Bagan, die ultimative Tempelstadt

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Sonnenuntergang über Bagan

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Sonnenuntergang über dem Ayeyarwady

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smoking lady

Eingestellt von sorella 22:01 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M4 - Komikertrio zieht Regime durch den Kakao

die Moustagebrothers von Mandalay

sunny 28 °C

Lu Maw: „Du bist der Blogger, du ein Twitterer, du ein Reporter, ...“ Schliesslich zeigte er auf mich: „You are the paparazzi and you put it on facebook!“ (er deutete auf fratello). Unter den Zuschauern waren die Rollen schnell verteilt. Die Vorstellung konnte beginnen. Lu Maw, einer der drei „Moustage Brothers“, schnappte sich das ca. 70-jährige Mikrofon und reisst seinen ersten Witz:

Geht ein Burmese zum Zahnarzt in Thailand: "Warum kommen Sie denn zu mir, haben Sie denn keine eigenen Zahnärzte in Myanmar?", fragt er verwundert. "Doch natürlich, aber wir dürfen den Mund nicht aufmachen."

Unsere Blicke schweifen durch den Raum. Wir sitzen auf bunten Plastikstühlen, die Wände sind witzig tapeziert, Spinnweben hängen an den Holzbalken. Sind wir in einem Stall, in einer Stube, in der Garage? Lu Maw strahlt durch die Runde, packt die Zuschauer durch sein Charisma. Wir fühlen uns angesprochen, spüren immer mehr, uns an einem speziellen Ort zu befinden, fragen uns, wer die „Moustage Brothers“ sind. Immer mehr realisieren wir, wie wichtig unsere verteilten Rollen als „Paparazzi“ und "Facebookposter" (und co.) sind. Denn: solange die allabendlichen Vorstellungen durch westliche Touristen besucht werden, diese davon erzählen oder Beiträge in virtuellen Medien posten, solange müssen die Moustagebrothers eine erneute Verhaftung ein bisschen weniger fürchten.

Ein weiterer Witz schallt kratzig aus den Lautsprecherboxen. Er handelt von somalischen Piraten. In der Pose eines bewaffneten Gangsters rät Lu Maw seinen Kollegen aus Somalia, in Myanmar anzulegen und sich die Generäle zu schnappen. «Behaltet die Kerle als Souvenir»!
Lautes Gelächter schallt durch den Raum.

Bemerkenswerter Mut und Durchhaltewille

Das regimekritische Satiretrio "MoustageBrothers" (Schnauzbärte) nimmt seine Regierung seit über drei Jahrzehnte auf die Schippe. Für ihren Mut und Durchhaltewille bezahlen sie aber einen hohen Lohn, waren sie doch bereits 3x für mehrere Jahre inhaftiert, einer der Dreien verlor in einem Arbeitslager sogar ein Auge. Dank Amnesty International sind sie wieder frei, könnten aber jederzeit wieder inhaftiert werden. Natürlich sind sie mit Aung San Suu Kyi (berühmte Friedensnobelpreisträgerin) befreundet und bleiben den Generälen ein Dorn im Auge. Als sie 1996 genau am Unabhängigkeitstag vor dem Haus von (der damals unter Hausarrest stehenden) Aung San Suu Kyi Protestierende mit politischen Witzen amüsierten, brachten sie das Fass wohl zum Überlaufen. Seither unterliegen sie einem öffentlichen Vorstellungsverbot. Dieses umgehen sie aber geschickt, indem sie nur noch in den eigenen vier Wänden (also nicht öffentlich) auftreten und auch nicht mehr vor heimischem Publikum (wie früher).
Allabendlich sind Westler herzlich willkommen. In unserem Fall waren es einige Kanadier, Briten, Deutsche und sogar zwei mutige Mönche, total 11 Personen. Ambiente/Atmosphäre unikat: Spielen tun sie auf einer improvisierten Holzpritsche und sprechen in ein antikes Mikrofon. Der Raum ist verhangen von politischen Witzen, Fotos mit Aung San Suu Kyi und englischen, französischen und deutschen Zeitungsartikel über die Moustage Brothers mit witzigen Abbildungen der drei Schnauzbärte.

Wir fanden die Vorstellung ziemlich unterhaltsam und können sie durchaus weiterempfehlen.

Abschliessend noch ein Witze aus dem Repertoire:
Drei Politiker gehen zu Gott. Chinas Präsident Hu Jintao will wissen, wann sein Land das Reichste der Welt wird. Gott antwortet ihm: "Während deines Lebens nicht mehr!" Hu fängt an zu heulen.
Barak Obama fragt ihn: "Wann werden die USA die mächtigste Nation der Welt werden?" Gleiche Antwort, wieder Tränen.
Schliesslich fragt Thein Sein, der burmesische Premierminister, wann er endlich genügend Trinkwasser und Elektrizität für sein Volk zur
Verfügung stellen könne.
Diesmal ist es Gott, der in Tränen ausbricht: "In meinem Leben nicht mehr!"

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Aung San Suu Kyi mit den Moustache Brothers
(Bild aus einem Zeitungsartikel)

Eingestellt von sorella 19:27 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M3 - Wenn Mönche Zähne putzen

Mahamuni-Statue in Mandalay

sunny 30 °C

Orientalisch, ja gar königlich anmutend liefen wir durch die bedachte Basarpassage vorbei an einem riesigen Angebot an Devotionalien, religiösem Kunsthandwerk und Souvenirs in Richtung Zentrum. Unser Ziel war die Mahamuni-Statue. Die Mahamunistatue gilt als die mit Abstand meistverehrtesten Buddha Statue Myanmars. Sie ist um die 3.80 m hoch und war ursprünglich eine Bronzefigur. Unterdessen sieht man von der Bronze nichts mehr, denn männliche Pilger bekleben die Statue mit kostbarem Blattgold (gute Tat). Das Gewicht des aufgeklebten Goldes wird mittlerweile schon auf mehrere hundert Kilogramm geschätzt! Am Arm soll es 25 cm dick sein, an der Brust sogar 35. Die Finger haben ihre Form bereits verloren. Das heruntergefallene Blattgold wird zusammengekehrt und soll jährlich etwa ein ganzes Kilo betragen! Wie viel Gold die Gläubigen im Laufe der Jahrzehnte bereits auf den Mahamunibuddha gedrückt haben mögen, weiss niemand. Schätzungen schwanken zwischen 3.5 bis 12 Tonnen.
Auf der Stirn trägt die Mahamunistatue mehr Rubine, Saphire und Diamanten als jedes andere gekrönte Haupt dieser Erde!

Kuriose Huldigung

Dass man mit dem wichtigsten Hauptpilgerziel gerne gut Kirsche isst, liegt auf der Hand. So spielt eine "Band" bestehend aus Trommeln, Holzxylophon und einer Flöte religiöse Musik auf, während Pilger meditieren und beten. Zahlreiche Pilger fegen die Anlage blitzeblank und zwar tagein tagaus, obwohl die Fliesen bereits MisterProper-mässig im Glanz erscheinen. Offenbar möchte man auch die Körperhygiene der Statue nicht vernachlässigen: Allmorgendlich um 5 Uhr wäscht ein Mönchstrupp das Gesicht, ja putzt gar die Zähne der Mahamunistatue. Wer hätte dies gedacht?

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Mönche reinigen täglich die Zähne des Mahamunibuddhas!

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Die Fliesen zu reinigen in der Mahamuni Pagode gilt als gute Tat: alles ist blitzblank!

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Phaung Daw U Pagode auf dem Inlesee
Bis zur Unkenntlichkeit werden diese fünf Buddhas mit (echtem) Blattgold beklebt. Dies gilt als gute Tat.

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Mönche in Mandalay

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Sule Paya in Yangon
In welcher Stadt würde ein 2000 Jahre alter Tempel als Hauptverkehrskreisel dienen?

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liegender Buddha von Mudon - mit 182m Länge der grösste liegender Buddha der Welt

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Die Schwedagon Pagode in Yangon möchte jeder buddhistische Burmane einmal im Leben besucht haben. Der materielle Wert der Pagode ist unmässlich: Alles ist aus (echtem) Gold, aussen wie innen! Es stehen total 7 Pagoden übereinander. Mehr Rubine, Saphire (...) zieren die Pagode, als die Königin von England besitzt.
De Brito, ein portugiesischer Kriegsherr, wollte die Pagode einschmelzen und daraus Kanonenkugeln giessen - erfolglos wie man sieht...

Eingestellt von sorella 02:28 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M2 - Stupas und Klöster wie Sand am Meer

Mandalay

Um die 5000 Mönche, 3000 Nonnen mehrere Hundert Klöster, noch mehr Stupas, zahlreiche Meditationszentren (auch offen für Westler) prägen die Region um Mandalay. Der Glaube ist tief in der Bevölkerung verankert, prägt deren Lebensstil. Egal wie wenig Geld man besitzt, die Spendefreudigkeit für Gaben oder Restauration einer Stupa... besteht. Dem entsprechend schön gucken die religiösen Bauwerke auch aus. Überall glitzert‘s und funkelt‘s goldig oder kitschig-bunt. Um jede Ecke sieht man Mönche und manchmal auch Nonnen. Sie wirken gar nicht touristenscheu. Gerne verbessern sie mit einem Schwatz ihre Englischkenntnisse und erfahren so auch ein bisschen News von der Aussenwelt...

Dann sind da natürlich noch die alten Königsstädte, die wir mit einer Pferdekutsche besuchten. Pferdekutschen werden hier immer noch aktiv als Transportmittel genutzt. Wir kamen uns ein bisschen wie Roemer vor.

Bettler sieht man kaum, man möchte sein "Gesicht" ja nicht verlieren, ist eng mit seiner Familie verbunden, unterstützt sich gegenseitig. Dennoch ist Armut offensichtlich. Wir trauen unsern Augen nicht, wenn wir Armutszeugnissen begegnen: Was, in diesem Tümpel kann man wirklich Wäsche waschen? In solchen Häusern kann man wirklich leben? An Imbissbuden oder im Restaurant wurden wir manchmal von Kindern im Grundschulalter bedient oder sahen diese Müll rumschleppen. Um die 50% der Kinder schliessen die Schule nicht ab. Kann ein typisches Mittagessen für 2 Personen wirklich nur 1500 Kyat (ca. US$ 1.75) kosten?
Und für Touristen kostet (fast) alles US$ 1: eine Fahrt mit der Trishaw, einem Fahrradtaxi, von A nach B (egal wie weit), 1 Softgetränk, die Flughafentaxe, eine Bootsfahrt nur über den Fluss oder mega weit, ... . Der Wert von einem US-Dollar scheint nicht so klar definiert zu sein. Alles scheint einfach US$ 1 zu kosten.

Wir sehen einmal mehr wie gut wir’s in Europa drüben doch haben. Noch haben?

Immer wieder treffen wir auf spannende Einheimische oder Reisegenossen.
Vorgestern z.B. assen wir am Chapatistand, dunkelten unsere Chapatis (Fladenbrot) in Dalis (diverse Gemüsesaucen) und hatten einen Schwatz mit einem irischen Bauern über die europäische Wirtschaftskrise. Sein Heimatland zähle um die 5 Millionen Einwohner und um die 100'000 Häuser (gemäss seinen Ausführungen) ständen leer. Da stimmt doch was nicht - oder? Er warte, ja hoffe gar auf den Fall des Kapitalismus. "Capitalizm doesnt work. We can‘t continue to grow and think that would work infinitely... There is just one earth... Our thinking of "more and more" and "more than more" just doesn‘t work." Ja, spannende Ansichten, dachten wir uns. Er warte auf den Tag "zero", dem Tag nach dem Crash.
"Was nach dem Fall des Kapitalismus in Europa kommen würde?", fragte ich ihn. "Wir würden leben wie die Menschen hier und er freue sich darauf." "Wirklich?" fragte ich ihn. "Ja, klar. Jeder fange dann seinen eigenen Fisch, pflanze sein eigenes Gemüse an, fahre sein Auto/Mofa bis es wirklich nicht mehr fahrtüchtig wäre und repariere es dann nochmals x-mal selbst..."

Du merkst, wir sind überladen von vielen Eindrücken (Bildern, Lebensformen...), die auf uns einprasseln: die allgegenwärtige Armut, die extremfreundliche Menschen, Schönheiten des Landes, Kultur/Geschichte/Landschaft, die politische Situation.

Einige Schnappschüsse:
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Sagaing bei Mandalay
Pagoden, Stupas, Klöster wie Sand am Meer. Mandalay bildet das kulturell-religiöse Zentrum von Myanmar. Es leben um die 5000 Mönche in der Region.

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Grösstenteils werden Häuser aus Bambus und Palmblättern gebaut, v.a. auf dem Land. So wirken Wohnhäuser auf das westliche Auge simpel, ja gar ärmlich. Jedermann - egal wie reich oder arm - investiert sein Geld lieber in religiösen Bauten, um sein Karma zu verbessern. So erstrahlt in jedem Dorf/Quartier ein Stupa/eine Pagode in vollem Glanz.

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Im Mahagandhayon Kloster leben um die 1500 Mönche. Die abgebildeten Mönche schreiten andächtig zum Esssaal.

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Von jedem buddhistischen Burmanen wird erwartet, mindestens einmal, besser zweimal im Leben in ein Kloster einzutreten. Der Übertritt ins Kloster wird von der Familie inständig zelebriert. Mönche geniessen ein hohes Ansehen/Respekt. Seit jeher sind sie politisch aktiv und kämpfen mit dem Volk für verbesserte Bedingungen im Land. Mönche sind praktisch besitzlos. Erlaubt ist eine hölzerne Almosenschale, eine Rasierklinge und ein Sonnenschirm.

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Als Briten Burma kolonialisierten, mussten sie erstaunt feststellen, dass die Analphabetenquote englischer Frauen höher war als in Burma. Grund: Buddhistische Klöster sind seit jeher wichtige Bildungsstätten.

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Novizen in der Shwezigonpagode in Bagan
Mit der hölzernen Almosenschale sieht man Mönche und Novizen frühmorgens auf "Betteltour". Gläubige spenden Naturalien wie Reis, Curries... . Eine Spende gilt als gute Tat, womit der Gläubige sein Karma aufbessern kann. Dass im Jahre 2007 die Mönche die Opfergabe von Generälen boykottierte, untermalt die Wichtigkeit dieses Rituals

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Nonnen tragen ein pinkes Gewand.

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meditierende Pilger

Eingestellt von sorella 20:47 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

M1 - Streetparade in Yangon

semi-overcast 30 °C

Yangon:
4.4 Millionen Einwohner, friedlicher Hotpot diverser Ethnien, üble Duftnoten, die uns an Kathmandu oder Indien erinnern, erstaunlich saubere Strassen, gelassen und friedlich wirkende Gesichter, viele Mönche in roten Gewändern. Eine Stadt, die zum Entdecken einlädt.
Wir glauben, uns im indischen Viertel zu befinden, sind erst diesen Nachmittag im Guesthouse angekommen.

Sorella im Zimmer 301
An sorella geht alles vorbei. Sie ist seit zwei Tagen bettlägerig, Brummschädel, fiebrig, an diversen Stellen undicht... Nein, wir möchten uns nicht beklagen, wissend, dass ein Dehlibelly zum Reisen dazuzugehört.
Woher stammt dieser ohrenbetäubender Krach? Vom Zimmer 201 oder 401? Ach wie ärgerlich... Nächstes Mal nehmen wir uns ein schalldichtes Zimmer.

Fratello zeitgleich
Kaum angekommen ist fratello schon auf der Pirsch. Wechselt einige mitgebrachte US-Dollars auf dem Schwarzmarkt (landestypischer Vorgang), kauft damit Cola und Bananen (für sorella). Im nahegelegenen Restaurant setzt er sich auf einen Plastikstuhl, bestellt, was sein Nachbar isst: äusserst lecker, wenn auch undefinierbar. Seine Blicke sind auf die Strasse gerichtet,... ach du grüne Neune!... und traut seinen Augen nicht mehr...

Etwas später im Zimmer 301
Mit freudig-glänzenden Augen betritt fratello das Zimmer 301 (unser fensterloses Hotelzimmer).
Sorella ahnt bereits, etwas Spannendes verpasst zu haben.
fratello: 'Du glaubst es nicht..."
Etwa 100 Menschen, 1 Elefant, 3 Wasserbüffel formierten sich vor meinen Augen genau vor unserem Guesthouse zu einer Parade, allesamt schrill und bunt geschmückt mit Farben, Tüchern und kitschiger Weihnachtsbeleuchtung. Kannst du dir vorstellen, wie schräg ein Wasserbüffel ausschauen kann? ...
... und dann sassen da Musiker auf etwa drei Lastwagen mit Trommeln, Zimbeln, polyphone Gesänge... sorella schmunzelnd: ... und verursachten einen Heidenlaerm?

Ja das war sie, unsere erste Street Parade!!


Wir sind gespannt auf die naechsten 28 Tage!

Hier einige Schnappschüsse von Yangon

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Auf nach Yangon! (Fluganzeige)

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die neue Flagge von Myanmar (seit zwei Jahren)

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Shwedagon Paya

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Shwedagon Paya

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Shwedagon Paya

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Shwedagon Paya by night

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Chaukhtatgyi Buddha

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Chicken Curry...

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Frittierte Wasserbüffelhaut

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Novizen überall

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Fährenüberfahrt auf dem Yangonriver

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Im kolonialen "Strand Hotel" koste die preiswerteste Nacht US-Dollar 650.-

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Trishawfahrer im landestypischen Hosenrock

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In dieser Strasse hausen wir

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Strassenküche - delikate Innereien

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Strassenhändler

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Samosas

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mobiler Verkaufsstand

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guten Appetit

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Personentransport

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Tuktuk

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Sitzbänke aus Holz

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Morgendusche auf offener Strasse

Eingestellt von sorella 03:57 Archiviert in Myanmar Kommentare (0)

L6 - Mahouts und Dickhäuter

sunny 29 °C

Die thailändische Regierung verbot 1998 den Einsatz von Arbeitselefanten.
Dieser durchaus begrüssenswerte Entschluss unterband die Fortsetzung der organisierten Abholzung verbleibender Tropenwälder. Gleichermassen befreite er auch Arbeitselefanten ihrer perfiden Aufgabe, ihren noch freilebenden Artgenossen das natuerliche Habitat wegzuschleppen.
Im gleichen Atemzug waren aber auch um die 3'500 Elefanten und ihre "Mahouts" (Besitzer) ihrer Lebensgrundlage beraubt:
Wohin mit all den Dickhäutern? Abschlachten?

Der Tourismus schien das bessere Übel. In den Elefantencamps scheinen die Tiere artgerecht "gehalten" zu werden. Seither trägt manch Ex-Arbeitselefant Touristen wie uns :-) auf ihren Rücken. Wir durften direkt auf die Elefantennacken sitzen (nicht im Körbchen). Der Elefant führte uns durch eine Kautschukplantage, einem Flusslauf entlang und auch ein bisschen in den Jungle hinein, direkt zu einem kleinen, idyllischen Wasserfall, dessen Pool zum Baden einlud...

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Eingestellt von sorella 06:00 Archiviert in Thailand Kommentare (0)

L5 vom BEISSEN und GEBISSEN werden

Survival in the jungle (Nationalpark Khao Sok)

overcast 26 °C

Bereits nach Bezug unserer Bauhütte (vgl. Beitrag "L4") entdeckten wir unser erstes wildes Tier: einen RIESENFROSCH.
Erfreut ueber unsere erste Tierbegegnung musterten wir das Amphib wohl ein bisschen zu genau (wir machten offenbar auf uns aufmerksam), so dass ein Aussie (unser Baumhausnachbar) kommentierte: "Prüft den Frosch nicht auf seine Giftigkeit..." Good remark, bru!
Natürlich ahnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, welch Begegnung mit dieser Tiergattung uns auf unserem Jungeltrek noch bevorstand. Nun aber alles in geordneter Reihenfolge...

Survival in the jungle

Wie überlebt man im Jungle? Welche Früchte, Wurzeln, Blätter, Tiere sind geniessbar? Wie baut man sich ein Nachtlager? Wo findet sich Trinkwasser? Wir wollten es wissen, suchten nach einem sachkundigen Routinier und stiessen auf Tuk, einem Jungle-Survival-Guide. Sack und Pack waren bald verstaut, nur das Nötigste unserer sieben Sachen wollten wir in unserm Daypack mittragen. Tuk führte uns per pedes in Form einer Mehrtagestour tief in den Jungle hinein und fand Antworten auf unsere Fragen.

Lerninhalt:

unbekannte Pflanzen auf Giftigkeit/Verträglichkeit prüfen:
Pflanze(nsaft) auf Unterarminnenseite oder Lippen zerreiben und einwirken lassen, (Haut-)Reaktion prüfen.
-> Vorgang mehrmals wiederholen.

Herstellung von Küchenutensilien
Aus Bambus schnitzten wir Tassen, Besteck, Töpfe (Bambus ist nahezu feuerfest), Teller, Grillrost, ja selbst einen Wasserkocher (worin wir Teewasser und ein Ei kochten)!
Tuks Handhabung mit seiner Machete beeindruckte uns sehr. Wir versuchten ihm das Wasser zu reichen!

Fischfang
Mit Naturmaterialien stellten wir eine Angelrute her (Erfolg: 0 Fische) und fischten von Hand (Erfolg: 1 Fisch)
Ja richtig: davon allein wird man zu dritt nicht satt.

Fluchtweg vor gefährlichen Tieren
Als Fluchtweg vor gefährlichen Tieren wie wilden Elefanten, Tigern oder Schlangen(...) schlug uns Tuk Regungslosigkeit oder einen französischen Abgang vor: weg spurten, in die Weite oder mit einer Liane in die Höhe...

Trinkwassersuche
Mit einer Machete hackten wir ein Loch in einen dicken Bambus und schlürften das sich darin befindende Wasser mit einem Halm (dünnes Bambusrohr) heraus.

Aufspüren von Tieren
Beeindruckend wie effektiv Tuk seine Sinne einsetzte. Wir wären wohl an allem vorbeimarschiert, wären in Rom gewesen ohne den Papst gesehen zu haben!
Sehsinn: Tuk entdeckte eine Tigerspur (Pfotenabdruck) im Sand und selbst eine Viper auf einem Ast in 20m Entfernung. ...
Hörsinn: Tuk erkannte viele Tierstimmen - ach wie spannend!
Geruchsinn: Tuk roch Tiere (z.B. Affen)...

Bei all dem exotischem Getier mutiert man aus Neugierde und Entdeckerfreude automatisch zum Kind! Hast du das Ding gesehen? Ohhh, wow... schau dort!

Sammeln von Pflanzen
Gefunden: Zitronengras, Mangos, Bananenmark, Bananenblume (männlicher Teil des Bananenbaums) und diverse Kräuter/Blätter, deren Namen wir nicht kannten.
Daraus kochten wir eine gesunde (= nicht so leckere) Suppe und leckere Beilagen.

Aufbau eines kriechtiersicheren und portablen Nachtlagers
Wir hängten Hängematten auf. Der Aspekt "kriechtier"-sicher brauchte uns nicht erklärt zu werden: Während der fünf Tage im Jungle trafen wir auf eine 2.5m lange Königskobra, eine 1.5 m lange Viper und 1.5 lange Wasserschlange. Warum mussten wir genau in diesem Tümpel (am Vortag) schwimmen? So was ist echt nicht gut für die Nerven... Tuk meinte, nach einem Königskobrabiss würde selbst ein Pfundskerl nach 30 Sekunden tot umfallen. Ja, so genau wollten wir es eigentlich gar nicht wissen.
Richtig verfolgt fühlten wir uns v.a. von Blutegeln. Diese scheinen im Jungle wie Sand am Meer verbreitet zu sein!!!! Blutegelbisse: schmerzlos, überträgt keine Krankheiten... trotzdem mühsam, vgl. Bild.

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Zurück zu den Fröschen

Natürlich wollten wir uns nicht nur von Blutegeln "beissen" lassen, sondern auch mal aktiv "zurückbeissen". Der eine Fisch und das verarbeitete Grünzeug reichte uns nicht aus. Wir wollten unsere Beisserchen auch an proteinhaltigen Jungle-erzeugnissen wetzen, fingen (von Hand) einige Frösche, sautierten diese mit Currypaste in einem Bambusrohr am Lagerfeuer und assen die fünf Amphibien beinahe vollständig auf. Wir versuchten uns dabei auf die Froschschenkel zu konzentrieren. Zu unserem Erstaunen schmeckten uns die Schenkel sehr. Der Geschmack erinnerte uns an Poulet. Nur: Warum mussten die Fischeier und Innereien genau in meinem Bambusteller landen?!? Vor diesen ekelte ich mich schon ein bisschen. Gott sei Dank anerbot sich Tuk als erlösende Unterstützung: Freudestrahlend löffelte er die Froschinnerein und die Froscheier ("Kaviar") in seinen Bambusteller. Seinem Schmatzen und Gesichtsausdruck entnahmen wir, dass ihm das Mahl ausgesprochen mundete! vgl Bild...

P.S. Tuk bietet auch einwöchige (Survival-)Touren durch den Jungle an. Lieber Kerl, lebt, was er predigt.
Wer sich für Tuks Koordinaten interessiert:
081 0803015
tuk.khaosok@gmail.com

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unser Nachtlager

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Tuk mit seiner Machete

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fischen mit selbstgebastelter Rute

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Schnitzen von Küchenutensilien wie Teller und Löffel

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Trinkwassersuche

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Kaffee im selbstgeschnitzten Becher (aus Bambus)

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Kochen einer Suppe im Bambustopf

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von Hand gefangene Frösche

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In Palmblätter eingewickeltes Reis wird in einen Bambus gestopft. Wasser zufügen...

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Unser Candlelightdinner:
von links nach rechts
1. Fischpaste, 2. sautierter Frosch, 3. Blättersuppe, 4. Gemüse xy, 5. Fruchtsalat, 6. gekochtes Bananenmark/Bananenblüte

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überfahrene Königskobra

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Grösste Blume der Welt!!

Eingestellt von sorella 06:00 Archiviert in Thailand Kommentare (0)

L7 - Khao Sok Stausee (Nationalpark)

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Karstenfelsen - ein Naturwunder

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Khao Sok Stausee - Unser Nachtlager

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Kajaking auf dem Stausee

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Platzregen

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Toy unser Steuermann als Fischer mit Harpune

Eingestellt von sorella 06:55 Archiviert in Thailand Kommentare (0)

L4 - Im Jungle angekommen!

sunny

Heute ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen: Wir schlafen in einer Baumhütte(!) und zwar voll im Jungle (Nationalpark Khao Sok).

Erbaut wurde die Hütte von Boddhi, einem "freaked-out"-en Kalifornier, der sein Heimatland aber nur vom TV kennt. Seine Eltern zog es mit der 70iger-Hippi-Welle nach Nepal. Unterdessen lebt er hier im Jungle, hat einige Quadratkilometer Jungle erstanden und darauf um die zehn Bauhütten erbaut...
Wir sind umgeben vom Junglegezirp und einem Bach (kristallklar), der zum Baden einlädt.
Ach wie schön!

Wir sind gespannt auf die kommenden Tage: Exploration des Jungles, Baden am Wasserfall, Elefanten reiten...

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Eingestellt von sorella 06:22 Archiviert in Thailand Kommentare (0)

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