E2: Alpenüberquerung
29.07.2009
Wie es einem so geht nach einer zehntägigen Alpenüberquerung?
Braungebrannt wie ein richtiger Winnetou, mental erholt, körperlich top fit, an den Füssen blasenfrei und im Geiste quickfidel.

O.k. jetzt nochmals alles ganz von vorn:
WORUM GEHT'S?
Wir beabsichtigten die Alpen von Süd nach Nord zu überqueren - so weit uns eben die Wege führten. Wir erhofften dies auf möglichst einfache, naturnahe und authentische Art erleben zu dürfen. Deshalb schliefen wir wenn immer möglich direkt unter freiem Sternenhimmel (erstaundlich wie viele Sternschnuppen beobachtet wurden!) mit Zirpentönen und Thymianduft im Gras sowie dem Rauschen der Flüsschen im Ohr. Klingt MEGA oder?

Hier wird bald eine noble "Suite" stehen.

... bitte noch etwas Geduld...

Fertig ist sie, unsre Nobelsuite.

Wenn wir nicht unter 2'000 m.ü.M. runtersteigen konnten, schliefen wir in bewarteten oder unbewarteten SAC-Hütten, welche natürlich auch ihren besonderen Charme ausstrahlen.

Eines Abends schliefen wir in diesem v.a. im Innern gefährlich ruinöse "Rustico", welches uns frechen "Vagabunden" eine trockene Nacht schenkte.

Da wir beide leidenschaftlich gerne kochen, mangelte es trotz der basalen Möglichkeiten (=1 Topf, 2 Plastikteller, 2 Plastiklöffel und 1 Sackmesser) nicht an kulinarischer Abwechslung: Risotto, Pasta (Spaghetti empfiehlt sich nicht!), Polenta, Griess mit Rosinen, ... und gerne hätten wir ein Plätzchen oder Fisch auf einem heissen Stein oder in der Alufolie mit frischen Kräutern gebrutzelt, doch leider konnten die entsprechenden Zutaten nicht beschaffen werden.

Badezimmer

Wäscheleine
AUSGANGSPUNKT DER REISE

Gestartet sind wir im Castelgrande in Bellinzona, dessen Siedlungsgeschichte auf römische und sogar prähistorische Zeiten zurückreicht und Dank diversen Sehenswürdigkeiten wurde Bellinzona im Jahre 2000 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen!

Locarno mit Blick auf den Lago Maggiore. Dank der 2'300 Sonnenstunden im Jahr ist das Klima äusserst mild, ja sogar mediteran.

Monte Brè - Was für Schweizerkühe sind denn das?
Im Anschluss ging's ins Verzascatal.
VERZASCATAL
Das Val Verzasca ist zusammen mit dem Centovalli und dem Vallemaggia das bekannteste der Tessiner Täler.
Das wilde Gebirgstal der Verzasca mit seinen alten Dörfern kann die Geschichte des Tessin erzählen: Die Männer zogen als Saisonarbeiter in die norditalienischen oder mitteleuropäischen Industriezentren, die Frauen leisteten zuhause Schwerstarbeit auf Feldern und Wiesen und am häuslichen Webstuhl.
Auswanderungswellen vor allem im 19. Jahrhundert entvölkerten das Tal, das erst heute wieder durch die Besitzer von Zweitwohnungen bevölkert wird.

Mergoscia - Dorfidyll

typisches Haus im Verzascatal

typischer Stall im Verzascatal

Bauernhaus mit Walsereinfluss

idyllische Brücke zu einer Mühle im Verzascatal

eine alte Mühle im Verzascatal

Schafe oberhalb von Mergoscia (Verzascatal)

Katze in Corippo (Verzascatal)

Kuhidyll am Medelserrhein

Wie flüssige Jade sucht sich das grüne Wasser der Verzasca seinen Weg durch die ausgewaschene Felslandschaft mit ihren wunderbaren Badeplätzen.

"Steter Tropfen höhlt den Stein" (Verzasca)
WANDERPFADE:


MANCHMAL...
... brauchten wir für eine 2-stündige Route 5 Stunden, da es u n g l a u b l i c h leckere Früchte in u n g l a u b l i c h e r Zahl zu pflücken gab (Falls diese Pflänzchen nun vom Aussterben bedroht sein sollten, dann erkläre ich mich hier offiziell als Hauptverantwortliche! ;-) )
Walderdbeeren

Himbeeren

Heidelbeeren
BLUMENPRACHT
Enzian

"Alparosa, chömn miar in Sinn! pa-ra-pa pa-ra-pa"
ALPIN UND HOCHALPIN
Zwischendurch ging's so richtig in die Höhe und u.a. bis auf den Baronepass auf 2864 m.ü.M.. Bestimmt denkst du, dass da oben die die Aussicht einfach grandios sein müsste, oder? ...
... Hier die Sicht:

grandioser Baronepass mit kläglicher Sichtweite von ca. 10 Meter
Eine Version ohne Wolken:
Piz Nurschalas: Atemberaubende Sicht über die Urner-, Bündner- und Tessineralpen

Nein, wir befinden uns nicht in Grönland sondern unterhalb des Baronepasses.

Gletschersee nahe der Cadlima-SAC-Hütte

nur noch wenige Schritte trennen uns vom Passo Bornengo 2631 m.ü.M
DIE LETZTEN TAGE...
... verbrachten wir in der Region Tomasee, Oberalppass und wanderten durchs Fellital in Richtung Uri und beendeten unser Abenteuer am Vierwaldstädtersee. Hier die letzten Bilder:

Eingebettet in einer Mulde liegt der malerische Tomasee, die Quelle des Rheins. Der Platz lädt zum Verweilen ein, sei es auf einem grünem Teppich von Wollgras oder auf einem der vielen grossen Steinen, die sich ideal zum Sonnenbaden eignen.

Oberalppass

grandiose Sicht in die Urner Berge

Sicht von der Fellilücke auf's Fellital (Naturschutzgebiet nahe am Oberalppass)

Fellital: Sicht von der Treschhütte

Fellibach: manche wagen ein äusserst erfrischendes Bad im wahrscheinlich eiskältesten Bach(?) der Welt

Vierwaldstädtersee
Eingestellt von sorella 5:16 AM














Hey Kathrin
Ich hoffe, ihr sind wohlbehalte zrugg vo euere Alpequerig. Din Bricht und dini Bilder sind super! Chönt mer eigentlilch mal kopiere, di Idee. Bi mir isch de Summer mit Schaffe ume - bin meh am schaffe als i anderne Mönät. Im September sötts dänn ändlich mal chli Ferie gäh.
liebi Grüess
Pascal
17.08.2009 von puma_1977