Reise blog von Travellerspoint

M3 - Wenn Mönche Zähne putzen

Mahamuni-Statue in Mandalay

sunny 30 °C

Orientalisch, ja gar königlich anmutend liefen wir durch die bedachte Basarpassage vorbei an einem riesigen Angebot an Devotionalien, religiösem Kunsthandwerk und Souvenirs in Richtung Zentrum. Unser Ziel war die Mahamuni-Statue. Die Mahamunistatue gilt als die mit Abstand meistverehrtesten Buddha Statue Myanmars. Sie ist um die 3.80 m hoch und war ursprünglich eine Bronzefigur. Unterdessen sieht man von der Bronze nichts mehr, denn männliche Pilger bekleben die Statue mit kostbarem Blattgold (gute Tat). Das Gewicht des aufgeklebten Goldes wird mittlerweile schon auf mehrere hundert Kilogramm geschätzt! Am Arm soll es 25 cm dick sein, an der Brust sogar 35. Die Finger haben ihre Form bereits verloren. Das heruntergefallene Blattgold wird zusammengekehrt und soll jährlich etwa ein ganzes Kilo betragen! Wie viel Gold die Gläubigen im Laufe der Jahrzehnte bereits auf den Mahamunibuddha gedrückt haben mögen, weiss niemand. Schätzungen schwanken zwischen 3.5 bis 12 Tonnen.
Auf der Stirn trägt die Mahamunistatue mehr Rubine, Saphire und Diamanten als jedes andere gekrönte Haupt dieser Erde!

Kuriose Huldigung

Dass man mit dem wichtigsten Hauptpilgerziel gerne gut Kirsche isst, liegt auf der Hand. So spielt eine "Band" bestehend aus Trommeln, Holzxylophon und einer Flöte religiöse Musik auf, während Pilger meditieren und beten. Zahlreiche Pilger fegen die Anlage blitzeblank und zwar tagein tagaus, obwohl die Fliesen bereits MisterProper-mässig im Glanz erscheinen. Offenbar möchte man auch die Körperhygiene der Statue nicht vernachlässigen: Allmorgendlich um 5 Uhr wäscht ein Mönchstrupp das Gesicht, ja putzt gar die Zähne der Mahamunistatue. Wer hätte dies gedacht?

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Mönche reinigen täglich die Zähne des Mahamunibuddhas!

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Die Fliesen zu reinigen in der Mahamuni Pagode gilt als gute Tat: alles ist blitzblank!

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Phaung Daw U Pagode auf dem Inlesee
Bis zur Unkenntlichkeit werden diese fünf Buddhas mit (echtem) Blattgold beklebt. Dies gilt als gute Tat.

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Mönche in Mandalay

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Sule Paya in Yangon
In welcher Stadt würde ein 2000 Jahre alter Tempel als Hauptverkehrskreisel dienen?

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liegender Buddha von Mudon - mit 182m Länge der grösste liegender Buddha der Welt

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Die Schwedagon Pagode in Yangon möchte jeder buddhistische Burmane einmal im Leben besucht haben. Der materielle Wert der Pagode ist unmässlich: Alles ist aus (echtem) Gold, aussen wie innen! Es stehen total 7 Pagoden übereinander. Mehr Rubine, Saphire (...) zieren die Pagode, als die Königin von England besitzt.
De Brito, ein portugiesischer Kriegsherr, wollte die Pagode einschmelzen und daraus Kanonenkugeln giessen - erfolglos wie man sieht...

Eingestellt von sorella 02:28 Archiviert in Myanmar

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